Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Gewaltaufruf gegen Politiker

Wowereit will Strafanzeige gegen Bushido erstatten

Berlin, 13.07.2013
Bushido, Rapper, Getty Images

Berlins Bürgermeister Wowereit will Strafanzeige gegen Rapper Bushido erstatten.

Rapper Bushido ist für provokante Texte bekannt. Doch nun will sogar Berlins Bürgermeister Wowereit Strafanzeige gegen ihn erstatten.

Wegen schwulenfeindlicher Passagen und Gewalt-Aufrufen

Rapper Bushido (34) muss wegen schwulenfeindlicher Passagen und Gewalt-Aufrufen in seinem neuen Lied mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) werde Strafanzeige stellen, kündigte der
stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski am Samstag (13.7.) an. "Wir prüfen nicht nur rechtliche Schritte, der Regierende Bürgermeister erstattet Strafanzeige in dieser Sache", sagte Schodrowski. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

FDP-Politiker Serkan Tören: "Das Video ist voller Hass"

Auch der integrationspolitische Sprecher der FDP, Serkan Tören, will nach Informationen der "Berliner Morgenpost" (Samstag, 13.7.) Strafantrag stellen. "Das Video ist voller Hass, ich verstehe es so, dass es zu einem Mord aufruft", wurde Tören zitiert.

Berliner Staatsanwaltschaft prüft "Stress ohne Grund" bereits

Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft das gemeinsamesLied "Stress ohne Grund" der Rapper Shindy und Bushido, das Politikern den Tod wünscht und mit Gewalt droht. "Das Video ist uns bekannt. Die Staatsanwaltschaft ist in die rechtliche Prüfung eingetreten", sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Thomas Fels, am Freitag (12.7.). Von dem Video hatten die in Berlin erscheinende Zeitung "Kurier" am Samstag (13.7.) und "Bild.de" berichtet.

Bushido nennt auch die Namen von Claudia Roth, Klaus Wowereit und Oliver Pocher

In Bushidos Teil des Songs "Stress ohne Grund" werden die Namen des Comedian Oliver Pocher, der Grünen-Politikerin Claudia Roth, des FDP-Politikers Serkan Tören und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (SPD),
genannt. In einer ersten Stellungnahme sagte der Sprecher von Claudia Roth, Jens Althoff, am Freitag, das habe nichts mehr mit Rap und Kunst zu tun. "Bushido pöbelt nur noch herum, hetzt menschenverachtend gegen Homosexuelle und Frauen und droht jetzt auch noch Politikerinnen und Politikern offen mit Gewalt." Das sei unterirdisch. "Sonst fällt ihm nichts mehr ein, um irgendwie noch Kasse zu machen."

FDP verurteilt Angriff auf Serkan Tören aufs Schärfste

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, sagte: "Wir Liberale im Deutschen Bundestag stehen für freie Meinungsäußerung. Wir stehen für die freie Entfaltung von Kunst und Kultur. Hier ist aber jede Grenze absolut überschritten." Die gesamte Fraktion verurteilte den Angriff auf Serkan Tören auf das Schärfste.

Serkan Tören hatte sich nach den Medienberichten über Bushidos mutmaßlichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität dafür ausgesprochen, ihm den 2011 verliehenen Bambi für Integration wieder abzunehmen.

 

(dpa/mgä)