Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Nazi-Vorwürfe

Heino-Interview und Shitstorm gegen Jan Delay

Hamburg, 25.04.2014
Jan Delay, TOP 825 Finale

Jan Delay sorgt mit Nazi-Vorwürfen gegen Heino für Wirbel.

Jan Delay hat Heino in einem Interview als "Nazi" beschimpft und kassierte promt eine Strafanzeige und einen Shitstorm im Netz. Heino äußert sich im Interview.

Mit einer Strafanzeige wehrt sich Sänger Heino (75) gegen den Nazi-Vorwurf seines Kollegen Jan Delay (37). Heino habe Anzeige wegen des Verdachts der Beleidigung, der üblen Nachrede und Verleumdung gestellt, sagte dessen Rechtsanwalt am Donnerstag.

Heino äußert sich

Der Sänger mit den blonden Haaren und der dunklen Sonnenbrille sagte im Norddeutschen Rundfunk (NDR): "Ich bin 1938 geboren, ich habe meinen Vater selbst im Krieg verloren, und da kann ich von daher schon gar kein Nazi sein, und wenn wirklich einer das behauptet, dann muss ich Strafanzeige stellen."

In einem Interview der österreichischen Zeitung "Die Presse" hatte sich Delay zu den Interpretationen verschiedener Rock- und Popsongs geäußert, die Heino 2013 veröffentlichte: "Alle sagten plötzlich: Ist doch lustig, ist doch Heino. Nee, das ist ein Nazi. Das vergessen die meisten Leute, wenn die Leute über Heino reden."

"Liebes Lied" gecovert

Auf dem Album "Mit freundlichen Grüßen" hatte Heino auch den Song "Liebes Lied" von Delays früherer Band Absolute Beginner gecovert. "Es ist schrecklich, wenn so jemand einen Song von dir singt", sagte Delay. Heino meinte dazu im NDR: "Wenn er das schrecklich findet, dann hätte er sich doch schon vor einem Jahr aufregen können, doch nicht jetzt, ein Jahr danach, wo er seine neue CD, die er da gemacht hat, promotet." Er kenne Jan Delay gar nicht und höre jetzt zum ersten Mal von ihm - "aber wie gesagt, was stört das eine alte deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran kratzt".

Entschädigung für gemeinnützige Einrichtungen

In der "Bild"-Zeitung wurde Heino mit den Worten zitiert: "Ich bin in meinem Leben ja schon viel beschimpft und beleidigt worden, aber was sich dieser Herr herausnimmt, ist eine Unverschämtheit." Sein Rechtsanwalt Ulrich Poser sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Jemanden als Nazi zu bezeichnen, ist die gravierendste Ehrverletzung, die man sich in Deutschland vorstellen kann." Daher fordere er für seinen Mandanten eine Entschädigung und die Abgabe einer Unterlassungserklärung. "Heino wird an der Sache keinen Cent verdienen, sondern alles gemeinnützigen Einrichtungen überlassen."

Heino über Jan Delays Vorwürfe

Im Interview hatte Delay auch kritisiert, Heino sei in Südafrika während der Apartheid im Vergnügungskomplex Sun City aufgetreten. "Und sein Repertoire: 'Schwarzbraun ist die Haselnuß', Soldatenlieder..." Heinos Manager Jan Mewes sagte dazu: "Jan Delay hat offenbar im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst und keine Repertoire-Kenntnis." Das Volkslied sei kein Nazi-Lied, sondern von den Nazis missbraucht worden.

Der Deutschrapper Delay, der mit "Hammer & Michel" auf Platz eins der deutschen Album-Charts steht, wollte auf Anfrage der dpa am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben. Auf seiner Facebook wütet derzeit ein Shitstorm gegen Jan Delay. Unter anderem lässt sich dort der Post: "Lass dir mal die Nebenhöhlen durchspülen, damit das was du von dir gibst, auch als Gesang verstanden wird. Peinlich, aber andere als Nazi beschimpfen", lesen. Auch Beleidigungen wie "Was für ein assi Du nur bist!", oder "Dieser Spasst hat sich in der Vergangenheit wahrscheinlich zu viel schlechtes Zeug durch die Nase gezogen", sind keine Seltenheit. Wann sich die Lage wieder entspannt ist unklar. In jedem Fall sorgt diese Geschichte für so viel Wirbel, dass auch seine Platte beworben wird.

(dpa/kru)

comments powered by Disqus