Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Das sagt die Psychologin

Wurde Jenny Elvers von ihrem Verlobten geschlagen?

Hamburg, 05.08.2014
Jenny Elvers - Idylle

Ist diese Patchwork-Family-Idylle echt?

Nachdem in den Medien seit Tagen wild über Jennys Verletzungen spekuliert wird, postete sie dieses idyllische Patchwork-Family-Foto.

Bei Jenny Elvers war in den letzten Monaten echt viel los: Erst die Alkoholsucht, der Entzug, die Trennung von Ehemann Götz Elbertzhagen… Dann war ziemlich schnell ein neuer Mann an ihrer Seite - ihr heutiger Freund und Manager Steffen von der Beeck. Sie wurde sogar schwanger von ihm. Hatte aber leider eine Fehlgeburt in der 11. Woche.

Dann stellte sich noch heraus, dass Jennys Verlobter anscheinend zum wiederholten Mal betrunken Auto gefahren ist. Und jetzt gibt es weitere, schlimme Vorwürfe gegen Jennys Liebsten: Im Kreta-Urlaub soll er sie geschlagen haben. Ihre Verletzungen am Ohr hat Jenny sogar bei Facebook gepostet und dazu geschrieben, dass das ganze ein Badeunfall gewesen sein soll.

Das sagt die Psychologin

Die Medien spekulieren wild. Beweise gibt es aber nicht. Der "Bild"-Zeitung gegenüber soll Jenny Elvers bestätigt haben, dass Sie geschlagen wurde. Allerdings ruderte sie angeblich aber wieder zurück und postete bei Facebook die Version des Badeunfalls.

Wir haben mit Sarah Giffhorn, psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie, gesprochen:

Ist es typisch für Frauen, die geschlagen werden, dass sie erst versuchen, sich mitzuteilen und dann wieder zurückrudern?

"Auf jeden Fall. Der Versuch eines Befreiungsschlages. Sich selbst nicht eingestehen zu wollen, dass es eigentlich ganz schlecht ist, mit so einem Menschen zusammen zu bleiben und in einer Ambivalenz zu sein, ist ein permanentes Abwägen im Gehirn. Das eigene Verhalten passt nicht zum rationalen Verstand. Wenn ein Mensch in so einem Widerspruch gefangen ist, dann passiert es oft, dass er zurückrudert. Das könnte ein Versuch gewesen sein, etwas öffentlich zu machen, aber – wenn es denn so war – keine Bereitschaft da ist, den Schritt dann auch wirklich durchzuziehen."

Aber warum bleiben Frauen allgemein oft bei Männern, die sie schlagen?

"Es gibt zwei Gruppen von Frauen. Die eine Gruppe hat bereits Erfahrungen mit Gewalt gemacht, weil z.B. die Eltern gewalttätig waren. Für diese Frauen gehört es unterbewusst zum Alltag, dass Liebe und Gewalt miteinander verbunden sind. Und der andere Part von Frauen, der ist oft durch einen abhängigen Persönlichkeitsstil gekennzeichnet. Das bedeutet, dass sie über sich selbst die Grundannahme haben, dass sie hilflos und sehr bedürftig sind. Sie denken, sie können keine eigenen Entscheidungen treffen und bekommen nichts auf die Reihe. Und diese Frauen suchen sich dann oft dominante Partner, von denen sie nur schwer wieder weg kommen. Die Männer machen dann Versprechungen, dass es nicht mehr vorkommt und dass es nur einmalig war. Und wenn eine Frau sich als sehr unselbständig erlebt und dann ein starker Mann an ihrer Seite ist, dann sind diese Frauen sehr schnell geneigt, zu verzeihen."

Ist denn eine Frau, die mal süchtig nach Alkohol war, auch gefährdeter „süchtig“ nach einem Mann zu werden und trennt sich deshalb – trotz Gewalt - nicht?

"Es gibt wohl einen Zusammenhang, dass Menschen die einen abhängigen Persönlichkeitsstil haben auch eher zu Suchtmitteln greifen. Da ist sicherlich eine Verbindung da. Im Kopf ist der unterbewusste Plan, sich Menschen zu suchen, von denen die Frau Schutz und Fürsorge erhält und die keine eigenständigen Entscheidungen fordern. Und so ist es bei einer Alkoholabhängigkeit ja auch ein wenig. Man gibt sein Leben quasi in die Hände des Alkohols, so dass man keine selbständigen Entscheidungen mehr treffen muss. Die Sucht bestimmt dann ja den Alltag." (jdr)

comments powered by Disqus