Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Karl Dall vor Gericht

Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Stafe

Hamburg, 09.12.2014
Karl Dall

Karl Dall soll im September 2013 eine Schweizer Journalistin sexuell missbraucht haben.

Komiker Karl Dall muss sich derzeit wegen der Vorwürfe, eine Schweizer Journalistin vergewaltigt zu haben, vor Gericht verantworten. Nun wurden zwei Jahre Strafe gefordert. 

Nachdem Karl Dall von einer Journalistin der Vergewaltigung beschuldigt worden war, musste er sich nun in Zürich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 73-Jährigen eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert. Der Verteidiger des deutschen Komikers hat einen Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung gefordert. Es könne nach Prüfung aller Aussagen und Indizien keinen Zweifel an der Unschuld des Angeklagten geben, erklärte Dalls Rechtsanwalt am Dienstag im Bezirksgericht Zürich-Limmat. Nach Angaben aus Gerichtskreisen sollte das Urteil noch am Dienstagabend (9.12) gesprochen werden.

Aussagen der Frau scheinen plausibel 

Die Glaubwürdigkeit der Frau, die in dem Prozess auch als Privatklägerin auftritt, erscheine zwar nicht besonders groß, räumte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer ein. Zudem stehe Aussage gegen Aussage. Dies mache aber eine Vergewaltigung "nicht von Anfang an unmöglich". Die Aussagen der Frau bei ihrer polizeilichen Vernehmung seien zudem durchaus plausibel.

Dall beteuert Unschuld

Der in Hamburg lebende Entertainer Dall hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen und auch vor dem Gericht erneut seine Unschuld beteuert. Es sei zwischen ihm und der Klägerin niemals zu sexuellen Handlungen gekommen. Die rund 30 Jahre jüngere Frau - eine Schweizer Journalistin - hatte Dall vor einem Jahr angezeigt. Demnach soll Dall sie Anfang September 2013 in seiner Suite in einem Zürcher Hotel mit Gewalt zum Sex gezwungen haben.

Forderung auf Schadensersatz

Der Anwalt der Frau verlangte in seinem Plädoyer auch Schadenersatz. Dall solle zur Zahlung von insgesamt 52 000 Franken (rund 43 000 Euro) verurteilt werden. Dalls Verteidigung wies auch diese Forderung als unbegründet zurück. Vielmehr stehe dem zu Unrecht angeschuldigten Komiker eine Entschädigung für seine viertägige Untersuchungshaft sowie seine Kosten im Zusammenhang mit dem Verfahren zu.

Journalistin als Stalkerin bekannt

Dann kommt ein Gutachten zur Sprache, wonach die Frau eine "obsessive Zwangsstörung sowie eine erotomane Wahnsymptomatik" habe. Der Richter spricht sie darauf an, dass sie wiederholt Prominente als Stalkerin verfolgt habe. Zwei Mal wurde sie deswegen schuldig gesprochen.  Ihr bekanntestes Opfer soll Udo Jürgens gewesen sein. Mit ihm will sie eine Affäre gehabt haben. "Er war mein erster Freund", sagt sie. Jürgens hat das anders in Erinnerung. Der Richter liest vor, was der mit Dall befreundete Musikstar zu Protokoll gegeben hat: Die Frau habe ihn mit Telefon-Terror verfolgt. "Ich habe viele verrückte Fans, aber das war die Hölle auf Erden."

(dpa/asc9)

comments powered by Disqus