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Radio Hamburg

Joko und Klaas

Grimme-Preis für "Circus Halligalli"

Düsseldorf, 20.03.2014
Joko und Klaas 2

Joko und Klaas haben einen Grimme-Preis für ihre Show "Circus Halligalli" erhalten.

Joko und Klaas sichern sich mit ihrer Show "Circus Halligalli" einen Grimme-Preis.

Im Jubiläumsjahr der Grimme-Preise sind die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender die großen Sieger. Sie räumen elf der zwölf Auszeichnungen ab. Fernsehfilme und Informationssendungen sind ihre uneingeschränkte Domäne. Den kompletten K.o. verhinderte ProSieben mit "Circus Halligalli". Als "vorbildlich" und "wichtigste Wuntertüte in der Unterhaltung" lobten die Juroren am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Sieger in Düsseldorf die Show des Entertainerduos Joko und Klaas. "Vor ihnen ist nichts sicher. Nicht einmal die ProSieben-Nachrichten." Den beiden könne in der TV-Unterhaltung weit und breit niemand das Wasser reichen, urteilten sie.

Neue Livesendung von Joko und Klaas

Freunde von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf dürfen sich schon auf ein neues Format freuen. Ab Ende Mai soll es eine Livesendung aus verschiedenen Städten geben. Mehr wollten sie am Mittwoch noch nicht verraten. Den zweiten Grimme-Preis, der in der Unterhaltung zu vergeben war, verbuchte ZDFneo mit der satirischen Late-Night-Show «Neo Magazin». Damit war bei der Preisentscheidung der Nischensender Tele 5 aus dem Rennen, der gleich dreimal nominiert war.

Grimme-Preise an Öffentlich-Rechtliche

Die übrigen Grimme-Preise gehen alle an die Öffentlich-Rechtlichen. Da gab es zwar ausdrückliches Lob vom Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, aber auch die jährliche Schelte. "Es gibt in Deutschland wirklich tolles Fernsehen. Es wird nur oft übersehen und missachtet. Es hätte einen Zentrumsplatz verdient." Kammann meint damit bessere Sendezeiten, die nicht kurz vor Mitternacht liegen.

Dort platzieren die Sender auch hochgelobte Informations- und Kultursendungen. Ins Spätprogramm rutschte auch die Dokumentation «Restrisiko – Ein Leben über Menschen im Maßregelvollzug» (BR) von Katrin Bühlig. Sie hat in einer der größten Kliniken für psychisch kranke Verbrecher (in Lippstadt-Eickelborn) drei Sexualstraftäter vor die Kamera bekommen.

Mord in Eberswalde

Einer der fünf Grimme-Preise in der Kategorie Fiktion, den Filmen, ging an die WDR-Produktion "Mord in Eberswalde". Ein "Juwel", wie Jurorin Anna Barbara Kurek die Aufarbeitung eines wahren Kriminalfalles von 1969 in der DDR bezeichnete. Zwei Jungen werden im Wald gefunden, brutal gequält und ermordet. Florian Panzner, der den Part von Stasimajor Stefan Witt spielt, konnte sich gut in den Fall einarbeiten. Dokumente gab es genug. Und nicht nur das. Es habe auch zu dem Fall zu DDR-Zeiten eine Folge der Krimireihe "Polizeiruf 110" gegeben. Die sei aber nicht gezeigt worden.

Zusatz-Grimme

Einen echten und einen Zusatz-Grimme gab es für den "Tatort". Den echten Grimme erhielt die Folge "Angezählt" (rbb/ORF). Harald Krassnitzer als Kommissar Moritz Eisner ermittelt im Rotlichtmilieu. Schon im Vorfeld hatte der Deutsche Volkshochschulverband als Stifter des Grimme-Preises der "Tatort"-Reihe die «Besondere Ehrung" zugesprochen.

Übergeben werden die Preise in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck am 4. April im Stadttheater von Marl.

(dpa/kru)

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