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Radio Hamburg

Wiener Opernball

Pöbeleien und ein Faustschlag

Wien , 01.03.2014
RHH - Expired Image

Das Opfer der Schlägerei (links) hatte im Vorfeld Johannes B. Kerner beleidigt und mehrfach angepöbelt.

Der Wiener Opernball hat ein höchst unübliches Nachspiel. Auf dem glanzvollen Treffen wurde ein Gast als Reaktion auf seine Pöbeleien ins Gesicht geschlagen.

Nach einer Faustattacke auf dem Wiener Opernball hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen. Ein Begleiter des TV-Moderators Johannes B. Kerner hatte nach Aussagen von Zeugen einen pöbelnden Gast mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihm eine blutende Wunde am Kinn zugefügt. Zuvor hatte der Mann, ein deutscher Staatsbürger, den Moderator beschimpft und ihm ein Sektglas hinterhergeworfen. Kerner selber war an der tätlichen Auseinandersetzung nicht beteiligt.

Ermittlungen laufen

Für die Ermittlungen würden "alle Zeugen, die uns zur Verfügung stehen" befragt sowie das vorhandene Bild- und Filmmaterial ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Vorfall spielte sich in der Nachbarschaft der Loge von Unternehmer Richard Lugner ab. Kerner hatte dort seinen TV-Kollegen Oliver Pocher besucht und danach Interviews gegeben. Laut Augenzeugen bedrängte der pöbelnde Mann den Moderator mehrfach. Kerner habe versucht, den offenkundig Betrunkenen zu beruhigen und sei schließlich gegangen. In diesem Moment habe der Mann den Sekt aus seinem Glas Kerner hinterhergeschüttet, aber seinen Begleiter getroffen. Der habe sich wortlos umgedreht und zugeschlagen.

Kim Kardashian ging nach zwei Stunden

Die Szene überschattete den 58. Opernball, der als glanzvoller Höhepunkt der Wiener Ballsaison mit ihren 450 oft aufwendigen Tanzfesten gilt. Mehr als 5.000 Menschen tanzten in der zum Ballsaal umgebauten Staatsoper bis in den frühen Morgen. Der diesjährige Stargast Lugners, das 33-jährige It-Girl Kim Kardashian aus den USA, schien wenig Gefallen am Geschehen zu finden. Nach nur knapp zwei Stunden verließ sie Lugner Loges. Ein gemeinsamer Tanz kam nicht zustande. Das Verhältnis zwischen dem Gastgeber und seinem Gast war schon zuvor äußerst getrübt. Aus Sicht des 81-Jährigen hatte Kardashian mehrere vertragliche Pflichten nicht erfüllt und außerdem mit vielen Sonderwünschen sein Nervenkostüm strapaziert. Lugner lädt seit 1992 gegen Geld meist prominente Frauen in seine Loge.

(dpa/fbu)

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