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Radio Hamburg

Rede vor Reichsbürgern

Xavier Naidoo: "Mein großes Vorbild ist Jesus"

Berlin/Mannheim, 08.10.2014

Xavier Naidoo hielt eine spontane Rede bei einer Demonstration von Reichsbürgern in Berlin.

Am Einheitsfeiertag (03.10) sorgte Popsänger Xavier Naidoo mit einer Rede und einem Kurzauftritt vor Rechtsextremisten für Aufsehen. Nun bezieht er Stellung. 

Am Tag der deutschen Einheit (03.10) versammelten sich rund 200 Demonstranten, darunter Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger vor dem Bundestag in Berlin, und mittendrin der Erfolgssänger Xavier Naidoo. "Ich bin eigentlich nur hier, um die Liebe zu repräsentierten", heißt es am Anfang seiner Rede, mit der der Mannheimer Sänger für Schlagzeilen gesorgt hatte. Nach seiner Rede, in der er betonte, dass es ein Traum wäre vor Menschen zu stehen, die ähnliche Ansichten hätten wie er, stimmte der Popsänger noch den Refrain des Songs "Was wir allein nicht schaffen" an.

"Keine Ahnung, wer hier steht"

"Ich hab keine Ahnung, wer hier steht. Ich repräsentiere die Liebe." Nur über die Liebe sprach der Sänger jedoch nicht. In seiner Rede vor den Reichsbürgern, die als Verschwörungstheoretiker und Rechtsextremisten gelten, sprach Naidoo auch über seine persönlichen Erfahrungen mit dem, von US-Truppen besetzen Deutschland. Außerdem äußerte er verschwörungsideologische Inhalte im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA. "Wer das als Wahrheit hingenommen hat, was darüber erzählt wurde, der hat einen Schleier vor den Augen - ganz einfach". Immer wieder sorgte Xavier Naidoo in den letzten Jahren mit Sätzen wie "Deutschland ist immer noch ein besetztes Land" für Aufsehen. In einem Interview von 1999 gab der Mannheimer etwa zu, ein Rassist zu sein, "aber ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe." Und jetzt sein umstrittener Auftritt von den Rechten in Berlin.

"Großes Vorbild ist Jesus"

Nun möchte der Sänger, der überzeugter Christ ist, Stellung zu den Schlagzeilen beziehen. In einem Statement heißt es, dass Naidoo sich bei seinen Kollegen bedanken will, die sich vergewissert haben, dass er weder homophob noch irgendwie rechtsradikal sei. Sein großes Vorbild sei Jesus, der auf alle Menschen zugegangen ist, egal wo sie sind und egal wo sie herkommen. " Ich möchte von Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und meiner Überzeugung sprechen. Am Tag der deutschen Einheit war es eine tolle Möglichkeit. Ich finde wir sind an einem kritischen Punkt in Europa angekommen und ich bin ganz klar gegen Krieg", so Naidoo. Er sei mit dem Fahrrad im Regierungsbezirk herum gefahren und eher zufällig an der Demonstration vorbeigekommen. "Die Menschen haben mich, als ich im Publikum stand, angesprochen ob ich etwas sagen möchte und das habe ich getan." 

(jmü)

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