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Radio Hamburg

Zu sexy für die Hochschule

"Bachelor"-Rose wegen Playboyfotos gefeuert?

Hamburg, 22.10.2014

Für den "Playboy" ließ Anja zusammen mit ihren "Bachelor"-Kolleginnen auf Mallorca die Hüllen fallen.

Wegen ihres Nacktshootings mit ihren "Bachelor"-Kolleginnen für den "Playboy" wurde Anja Polzer nun von ihrem Chef gekündigt. "Natürlich ein Riesenschock!"

Die meisten Männer würden "Bachelor-Gewinnerin" Anja Polzer gerade wegen ihrer freizügigen Playboyfotos einstellen. Doch ihr eigener Chef sieht dies wohl anders. Der Hochschulleiter kommentierte die Nacktfotos, bei denen sich die angehende Dozentin zusammen mit ihren "Bachelor"-Kolleginnen Katja Kühne und Alissa Harouat ablichten ließ, kurzerhand mit einer Kündigung - und das einen Tag vor Semesterbeginn. "Es war natürlich ein Riesenschock für mich. Am nächsten Tag hätte ich die erste Veranstaltung gehabt." Dabei hatte Anja das Shooting für den "Playboy" vorher extra mit der Hochschule abgeklärt.

Entscheidung ging hin und her

"Er meinte, wenn sich keine Eltern der Studenten beschweren, hätte er damit kein Problem", erklärte Anja gegenüber RTL. Offensichtlich hat sich der Gelehrte dann doch anders entschieden. Inzwischen hat sich das Blatt jedoch wieder gewendet und die Kündigung wurde zurückgezogen. Vonseiten der Universität hieß es, es soll sich um ein Missverständnis gehandelt haben. Natürlich dürfe Anja Polzer ihre Stelle als Dozentin antreten. Allerdings erst im nächsten Jahr.

Was darf der Chef und was nicht?

Der Fall von "Bachelor"-Gewinnerin Anja Polzer dürfte nicht der Erste sein, bei dem private Angelegenheiten zu Konsequenzen im Beruf führen. Wann darf der Chef solche Konsequenzen ziehen? Welche Hobbys können den Rauswurf bedeuten? Und was darf der Arbeitgeber in der Freizeit und im Büro verbieten?

Was darf der Chef und was nicht?

  • Kann mir gekündigt werden, wenn ich in meiner Freizeit Nacktfotos mache?

    Unter Umständen, ja. Schadet das Verhalten eines Arbeitnehmers dem Ruf des Unternehmens, sind rechtliche Schritte wie eine Abmahnung oder Kündigung nicht auszuschließen. Wann eine Kündigung vollzogen wird, hängt unter anderem davon ab,  welche Position der Mitarbeiter besitzt. Eine Führungskraft muss mit strengeren Konsequenzen rechnen, da diese oftmals in der Öffentlichkeit steht und das Unternehmen repräsentiert. Wenn beispielsweise Nacktfotos einer Arbeitnehmerin für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind und allgemein bekannt ist, dass es sich um Fotos der Mitarbeiterin des einen Unternehmens handelt, kann es ebenfalls zu einer Kündigung kommen.

  • Kann der Chef mir meine Hobbys verbieten?

    Nein! Im Artikel 2 des Grundgesetzes erlaubt das Persönlichkeitsrecht jedem die freie Gestaltung seiner Freizeit. Auch wer gefährliche Sportarten und Freizeitaktivitäten ausübt, darf dieses tun, wenn er nicht gerade Fußball-Profi oder Pilot ist - hier gelten Sonderregeln. Alle anderen Arbeitnehmer dürfen in ihrer Freizeit tun und lassen, was sie wollen. Es besteht ebenfalls keine gesetzliche Pflicht, den Arbeitgeber über seine Hobbys zu informieren. Kommt es allerdings zu einem Unfall, muss der Arbeitnehmer selbst zahlen, wenn es leichtsinnig, bei einer gefährlichen Sportart oder durch Selbstüberschätzung dazu gekommen ist. 

  • Darf mir der Chef verbieten zu rauchen?

    Ja! Wenigstens während der Arbeitszeiten. Einerseits darf nicht am Arbeitsplatz selbst geraucht werden, da alle Arbeitnehmer ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz haben. Andererseits sind Raucherpausen keine zulässigen Arbeitsunterbrechungen wie beispielsweise der Gang zur Toilette. Allerdings bieten manche Unternehmen feste Raucherpausen für ihre Mitarbeiter freiwillig an.

  • Kann mir der Chef vorschreiben, was ich anziehen muss?

    Ja! Der Arbeitgeber hat das Recht, über die Kleidung und das äußere Erscheinungsbild des Arbeitnehmers zu bestimmen. Dabei geht es in erster Linie um Geschäftsinteressen. Der Wunsch, ein Mitarbeiter möge gepflegt, seriös und kompetent wirken, ist also vollkommen legitim. Der Arbeitnehmer kann aber gegen allzu heftige Vorgaben mit seinem Persönlichkeitsrecht argumentieren. Der individuelle Geschmack darf nicht vollkommen erstickt werden. Trainingshose statt gefordertem Anzug ist aber trotzdem tabu!

  • Darf der Chef mir verbieten, in den Urlaub zu fahren?

    Nein! Dem Arbeitnehmer stehen mindestens 20 Urlaubstage im Jahr zu. Außerdem muss der Arbeitgeber einen zusammenhängend Erholungsurlaub, über mindestens zwei Wochen hinweg, gewähren - der Arbeitgeber darf also nicht bestimmen, wie man seinen Urlaub gestaltet: In einzelnen Tagen, einer oder eben mehreren Wochen. 

(jmü)

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