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Radio Hamburg

Naomi Campbell

Wehrt sich gegen Vorwürfe

Naomi Campbell vor Gericht

Naomi Campbell bei ihrer Aussage vor dem UN-Sondertribunal in Den Haag.

Naomi Campbell verteidigt sich gegen die belastenden Vorwürfe von Mia Farrow.

Nächste Runde im Blutdiamanten-Streit: Nachdem Schauspielerin Mia Farrow im Prozess gegen den liberianischen Ex-Diktator Charles Taylor ausgesagt hatte, Naomi Campbell habe sehr wohl gewusst, wo ihr Diamanten-Geschenk seinen blutigen Ursprung hatte, verteidigt sich das Model jetzt.

In einer Pressemitteilung nimmt Naomi folgendermaßen zu den Vorwürfen Stellung: "Ich habe gar kein Motiv, nichts zu gewinnen." Weiter sagt Naomi, dass sie sich als schwarze Frau auch immer für die gute Sache - besonders bezüglich Afrika - eingesetzt habe. "Ich habe in meinen 25 Jahren als Model niemals einen Job von Firmen angenommen, die für die Apartheid in Südafrika waren." Der Vorwurf, ihr seien die Leiden der Menschen in Afrika egal, bezeichnet Naomi als "lächerlich und schmerzlich".

Mia Farrow und Campbells Ex-Agentin Carole White hatten in Den Haag ausgesagt, das Model habe 1997 von einem "riesigen Diamanten" geschwärmt - ein Geschenk des Ex-Diktators Charles Taylor, überreicht im Rahmen einer Benefiz-Veranstaltung. Dem Warlord wird vorgeworfen, mit dem Geld aus dem Verkauf sogenannter Blutdiamanten Kriege finanziert zu haben. Naomi Campbell hatte zuvor unter Eid ausgesagt, nicht zu wissen, woher das Geschenk stammt.