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Radio Hamburg

Lindsay Lohan

So hart wird's im Knast

Lindsay Lohan Fingernägel

Mit derart provokativ bemalten Nägeln saß Lindsay Lohan im Gericht.

Lindsay Lohan soll hinter Gitter. Aber wie bekommt das Knast-Leben dem Party-Girl?

Es ist nicht ihr erster Aufenthalt dort - dennoch ist zu bezweifeln, dass Lindsay Lohan ihre Wärter mit Küsschen begrüßt...

Die Richterin hat geurteilt: Am 20. Juli muss Lindsay Lohan wegen Verletzung ihrer Bewährungsauflagen eine 90-tägige Haftstrafe im Lynwood-Gefängnis antreten. Dort verbrachte die Schauspielerin bereits 2007 immerhin 84 Minuten wegen Trunkenheit am Steuer. Doch auch wenn ihr die Einrichtung leidlich bekannt ist, wird die Zeit im größten Frauen-Knast im Großraum Los Angeles ganz schön hart für Lindsay Lohan.

 

Lynwood Frauengefängnis (Foto: Getty Images)

Es gibt etwa 2200 kriminelle Mit-Insassinnen, von denen das Party-Girl aber wohl nicht sehr viel mitbekommen wird. Der Strafverteidiger Steve Cron, der sich mit dem Lynwood auskennt, verrät der Website "HollywoodLife.com", dass Lindsay voraussichtlich eine Einzelzelle bekommen wird: "Nur zu ihrer eigenen Sicherheit. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer Sonderbehandlung, sondern es geht wirklich nur darum, dass sie sicher ist."

Die Schauspielerin wird fast den gesamten Tag in der Zelle verbringen müssen - bis auf eine Stunde Freigang pro Tag. Die Zeit vertreiben darf Lindsay sich mit Lesen. Einen richtigen Fitnessraum gibt es nicht. "Sie haben Gewichte, aber keine Laufbänder oder andere strombetriebene Geräte", so Steve Cron weiter. Telefonieren ist zwar erlaubt - aber natürlich nicht über das eigene Handy. "Lindsay wird ihr Smartphone nicht behalten dürfen. Sie wird auch keinen Computer- und Internetzugang haben. Das Gefängnis ist eben kein Ort, an dem man all seine Spielsachen behalten darf. Sie wird eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Tag gestattet bekommen, in denen sie das Gefängnis-Telefon benutzen kann", so Steve Cron. Auch Besuch ist eingeschränkt: Es gibt genau zwei Besuchstage pro Woche, an denen Lindsay Lohan Familie und Freunde sehen darf.

Klingt verdammt langweilig. Also einfach die meiste Zeit schlummern? Fehlanzeige! "Sie lassen dort die Insassen nicht den ganzen Tag schlafen", verrät der Strafverteidiger, "Sie wird Aufgaben - wie zum Beispiel Putzen - bekommen". Als wäre das für Lindsay nicht schon schwer genug, wird sie auch auf Zigaretten verzichten müssen. "Es ist ein Nichtraucher-Gefängnis", berichtet Steve Cron.

Aber schon Hollywood-Stars wie Paris Hilton, Nicole Richie und Michelle Rodriguez haben es im Lynwood-Frauengefängnis ausgehalten, da stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch Lindsay Lohan ihre 90 Tage schaffen wird - wenn sie überhaupt so lange sitzen muss: Lynwood gilt als chronisch überfüllt. Allerdings könnte sich Lindsay Lohan mit ihrer frechen Fingernagel-Bemalung (Aufschrift "Fuck U") noch ein paar Extra-Zellentage eingebrockt haben: "Für diese Beleidigung könnte die Richterin ihr weitere drei bis fünf Tage im Gefängnis aufbrummen", erklärt der Anwalt Grag Apt dem Promi-Blogger Perez Hilton. Lindsay Lohan verteidigt sich per Twitter-Eintrag: "Das hatte nichts mit dem Gericht zu tun."

Weiterlesen: Diese Promis waren schon mal im Gefängnis - Knastfotos

Update: Anwältin schmeißt hin und Mama Lohan mischt sich ein

Lindsays Anwältin Shawn Chapman Holley hat ihr Mandat niedergelegt und wird das Starlet nicht mehr länger vor Gericht vertreten. Offiziell wurde kein Grund genannt, jedoch soll sich Lohan vorher schon um einen neuen Anwalt bemüht haben. Lindsays Mutter Dina wetterte jetzt gegen das Urteil, ihre Tochter hätte: "keine Chance auf Fairness" gehabt. Dina weiter: "Lindsay hat Todesangst […] Es ist sehr schwer, wir schlafen nicht gut […] Wir weinen viel und umarmen uns noch mehr. Sie ist gelähmt, das sind wir alle. Wir sind wütend. Wir sind vom System enttäuscht."