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Radio Hamburg

Michael Jackson Prozess

Gerichtsmediziner belastet Murray schwer

Conrad Murray

Trotz der belastenden Zeugenaussage des Gerichtsmediziners beschuldigt die Verteidigung den Hautarzt.

Der Gerichtsmediziner belastet Conrad Murray mit seinen Autopsie-Ergebnissen schwer, aber Murray beschuldigt den ehemaligen Hautarzt. 

Los Angeles – Der ehemalige Hausarzt von Michael Jackson, Dr. Conrad Murray, weist die Anklage, durch Fahrlässigkeit am Tod des King of Pop maßgeblich beteiligt gewesen zu sein, von sich. Stattdessen beschuldigte er am Dienstag (11.10.2011) Jacksons Hautarzt, Dr. Arnold Klein. Er soll die Mitschuld an den Gesundheitsproblemen tragen, die schließlich zu dessen Tod geführt haben sollen.

Murray wird der fahrlässigen Tötung beschuldigt, da er Jackson die tödliche Überdosis Propofol gesetzt haben soll, die ihn im Sommer 2009 das Leben kostete.

Ausschnitte aus Polizeiverhör

In der Sitzung am Dienstag wurden Teile aus dem mehrstündigen Polizeiverhör abgespielt, das Murray kurz nach dem Tod der Pop-Ikone durchlief. In diesem behauptet er, dass Jackson vor seinem tragischen Ableben regelmäßig Dr. Klein besuchte und durch diesen von dem starken Schmerzmittel Demerol abhängig wurde.

Murray beteuert in der Vernehmung: "Ich war mir keiner anderen Medikamente, die er nahm, bewusst, aber hatte gehört, dass er drei Mal die Woche zu Dr. Klein in Beverly Hills ging". Allerdings sagte Murray weiter, dass man Jackson nach jedem Besuch bei dem Dermatologen die Auswirkungen des Demerols angemerkt hätte. Michael Jackson hätte jedes Mal "total neben sich" gestanden und mindestens einen Tag benötigt, um sich wieder davon zu erholen.

Autopsie stellt kein Demerol fest

Bei der Autopsie von Michael konnte kein Demerol im Körper des King of Pop nachgewiesen werden und dennoch glaubt Murray, dass das Mittel zu den starken Schlafproblemen seines Patienten geführt hatte. Diesen schreibt Murray alle Folgen zu, die letztendlich zu seinem Tod führten. Auf diesem Argument aufbauend erklärte Murray weiter, dass er nur aus diesem Grund weiterhin Propofol an Jackson verabreicht habe – um dessen Schlafstörungen zu bekämpfen, die durch den Demerol-Entzug entstanden waren.

Laut Dr. Murrays Verteidigung soll sich Jackson die tödlich Dosis Propofol während der Abwesenheit des Arztes gesetzt haben.

Gerichtsmediziner zweifelt

Rogers, der die Autopsie im Juni 2009 durchführte, meldete Zweifel an, dass der Sänger sich selbst eine tödliche Medikamentendosis geben konnte. Er glaubt nicht, dass der Sänger nach dem Konsum von Beruhigungsmitteln noch die Kraft hatte, das Narkosemittel Propofol zu nehmen. Er hielt es für wahrscheinlicher, dass Murray versehentlich die tödliche Dosis verabreichte. Die Ermittler hätten keine Messvorrichtung gefunden, Murray könnte sich bei der Dosierung leicht verschätzt haben, spekulierte der Autopsiearzt.

Autopsie-Foto von Jackson

Zudem wurde den Geschworenen ein Autopsie-Foto des Sängers gezeigt. Die Anklage stellte am Dienstag (11.10.2011) das bisher unveröffentlichte Foto des Stars vor, während der Gerichtsmediziner Christopher Rogers als Zeuge aussagte. Jackson ist auf dem Foto zu sehen, wie er nackt auf einem Tuch liegt, sein Intimbereich ist mit einem schwarzen Balken unkenntlich gemacht. An seinem dünnen Körper sind Verbände und Kanülen angebracht.

Die Gerichtsverhandlungen befinden sich bereits in der dritten Woche. Bei einem Schuldspruch gegen Murray drohen dem Arzt vier Jahre Haft.