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Radio Hamburg

Jennifer Hudson

Hudsons Ex-Schwager als Mörder verurteilt

New York, 12.05.2012

Weil er fast die ganze Familie von Jennifer Hudson ausgelöscht hat, ist der Ex-Schwager der Oscar-Gewinnerin als dreifacher Mörder verurteilt worden.

Die Geschworenen in dem aufsehenerregenden Prozess hatten den 30- Jährigen am Freitagabend in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Das Strafmaß steht noch nicht fest, Beobachter rechnen aber mit lebenslang. Die Todesstrafe gibt es im Staat Illinois nicht.

Jennifer Hudson bedankt sich

Hudson und ihre Schwester Julia, die Ex-Frau des jetzt verurteilten William Balfour, dankten in einer anschließenden, sehr religiös geprägten Erklärung zunächst Gott, aber auch den Strafverfolgern, der Polizei und den Zeugen der Anklage. In der kurzen Stellungnahme heißt es aber auch: "Wir wollen in die Gebete der Hudson-Familie auch die Balfour-Familie einschließen. Wir alle haben in dieser Tragödie furchtbare Verluste erlitten." Balfour wurde auch des Hausfriedensbruch und des Autodiebstahls schuldig befunden, aber diese Taten verblassen neben dem dreifachen Mord, für den er jetzt schuldig gesprochen wurde.

Balfour erschoss drei Familienmitglieder

Hudsons 57 Jahre alte Mutter Darnell war 2008 als erste von ihrem Schwiegersohn in ihrem Haus erschossen worden. Unmittelbar danach hatte der Täter ihrem Sohn, Hudsons Bruder Jason (29), mit einer Pistole vom Kaliber 45 zweimal in den Kopf geschossen. Der kleine Julian, ein Kind aus einer anderen Beziehung von Jennifer Hudsons Schwester Julia, war zunächst entführt worden. Die Leiche des Siebenjährigen war drei Tage später in einem abgestellten Auto entdeckt worden - mit zahlreichen Schusswunden. Seine Mutter, Balfours Frau, war an dem Tag nicht zu Hause und entging den tödlichen Schüssen ebenso wie auch die Oscar-Preisträgerin (Dreamgirls) selbst.

Hudson war im Gerichtssaal, als das Urteil verkündet wurde. Sie weinte, als der Schuldspruch verlesen wurde. Es soll laut CNN aus der Familie aber auch unterdrückter Jubel gekommen sein. Hudson hatte gleich am ersten Tag des Prozesses vor knapp drei Wochen ausgesagt und ihre Abneigung gegen Balfour beschrieben. "Ich wollte nie da sein, wo er ist", sagte die 30-Jährige über ihren gleichaltrigen Schwager. Er habe ihrer Schwester mit der Ermordung ihrer Familie gedroht, wenn sie ihn verlasse. Laut Anklage hatte Balfour seine Frau immer wieder bedroht. Der 30-Jährige hatte die Tat bestritten. Er habe nichts mit der Bluttat zu tun und sei selbst ein Opfer, ließ er per Anwalt mitteilen.

84 Zeugen und 500 Beweisstücke

Der Verteidiger bezeichnete seinen Mandanten als Opfer des Ermittlungsdrucks. In der Tat gab es keine eindeutigen Beweise: Das Verfahren war ein reiner Indizienprozess. An den elf Verhandlungstagen waren 84 Zeugen gehört worden - 83 davon von der Anklage. Mehr als 500 Beweisstücke waren zu Protokoll gegeben worden. Zum Verhängnis wurden Balfour Daten seines Mobiltelefones, die zeigten, dass er bei seinem Alibi gelogen hatte. Als besonders eindrücklich galt jedoch ein Autoschlüssel: Balfour hatte bei seiner Festnahme den Schlüssel für den Geländewagen des toten Jason Hudson in der Tasche - der Wagen, in dem später die Leiche des kleinen Julian gefunden wurde.

Jennifer Hudson hatte vor Gericht versichert, dass Balfour ihre Schwester Julia schlecht behandelt und oft bedroht habe. Die Familie sei von Anfang an gegen die Ehe gewesen: "Niemand von uns wollte, dass sie ihn heiratet." Deshalb habe ihre Schwester die Ehe geheim gehalten, sie selbst habe erst nach zwei Monaten durch Zufall davon erfahren. Als die Morde begangen wurden, lebte Balfour bereits seit längerem von seiner Frau getrennt. Motiv für die Tat soll Eifersucht auf einen neuen Freund der Ex-Frau gewesen sein.

(dpa / pne)