Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

1,5 Milliarden Euro

Stars in gigantischen Steuerskandal verwickelt

London, 09.07.2014
Collage Steuersünder England Katie Melua, George Michael, gary Barlow

Einige der größten englischen Stars sind in einen gigantischen Steuerskandal verwickelt.

Unvorstellbare Summen sollen britische Stars wie Gary Barlow, Katie Melua oder George Michael in einem Ring von Steuersündern am Fiskus verbeigeschmuggelt haben.

Sollten sich die Gerüchte tatsächlich bewahrheiten, wäre dies wahrscheinlich der größte Steuerskandal in der britischen Geschichte. Neben 1.600 Briten sollen auch einige der größten englischen Stars in den großangelegten Steuerbetrug verwickelt sein.

1,5 Milliarden Euro hinterzogen

Der Ring aus Steuerbetrügern soll insgesamt 1,2 Milliarden Pfund, also umgerechnet 1,5 Milliarden Euro, am Fiskus vorbeigeschmuggelt haben. In dem Club der Steuersünder sollen neben hoch angesehenen Mitgliedern der britischen Gesellschaft wie Richtern, Ärzten und Geschäftsmännern auch Promis wie George Michael, Gary Barlow, Sir Michael Caine, David Beckham, Mitglieder der Band Arctic Monkeys und Katie Melua sein, wie mehrere englische Onlineportale berichten. So soll der "Times" ein Datensatz zugespielt worden sein, der die Namen der Steuersünder enthält.

Kein Steuerbetrug im klassischen Sinn

Das Steuervermeidungssystem "Liberty", das die Promis benutzt haben, ist zwar in England nicht illegal, steht aber seit mehr als einem Jahrzehnt im Fokus der Ermittler. Im März 2015 soll ein Gericht endgültig über die rechtmäßig des Verfahrens entscheiden. Darüber werden auf Offshore-Konten künstliche Verluste erzeugt, weshalb die Promis auf andere Einkünfte keine Steuern bezahlen müssen. Ein höchst fragwürdiges Modell, das in anderen Ländern unter Strafe steht. "Die Alarmglocken bei 'Liberty' läuten schon", erklärte ein englischer Finanzexperte.

Ausreden gesucht

Bereits 2008 soll beispielsweise die Sängerin Katie Melua über 600.000 Euro am Staat vorbeigeschmuggelt haben. Zwei Jahre später kroch sie die Kreuze und erklärte, dass sie ihre Steuerschulden beglichen hätte. Jetzt ist die Sängerin aber wieder mittendrin im Steuersumpf. Ihr Anwalt versicherte der "Times" allerdings, dass sie alle Steuern zurückgezahlt und damit keinen Penny an Steuern hinterzogen hätte. Der Sprecher von George Michael erklärte dagegen fadenscheinig, dass der Sänger so beschäftigt sei, dass er keine Zeit habe auf die Vorwürfe zu reagieren. 7,8 Millionen Euro soll der 51-Jährige verschoben haben.

Es wird teuer

Bitter wird es in den nächsten Wochen trotzdem für alle Mitglieder von "Liberty". Bald sollen saftige Steuernachzahlungsforderungen in die Briefkästen der prominenten Mitglieder flattern, da das englische Finanzamt einige neue Regelungen im Juli 2014 verabschiedet hat. "Es ist ein totales Chaos, für all diejenigen, die davon betroffen sind. Es wird die Betroffenen ziemlich hart treffen", erklärte der Finanzexperte Martin Taylor der "Sun". Bereits im November 2014 wollen sich die britischen Gesetzgeber mit dem Steuerhinterziehungssystem beschäftigen. Dann könnten weitere brisante Enthüllungen erfolgen. Mehr als 6,2 Milliarden Euro gehen England jedes Jahr durch Steuerhinterziehung durch die Lappen, weshalb eine harten gesetzlichen Neuregelung zu erwarten ist.

Steuerhinterzieher Gary Barlow

Besonders wenig Lust Steuern an den britischen Staat zu zahlen, scheint Take-That-Star Gary Barlow zu haben. Bereits im Mai 2014 war er in einen Steuerskandal verwickelt. Die Enthüllungen um "Liberty" bringen den Star nun weiter in Bedrängnis und werfen nicht gerade ein gutes Bild auf den Sänger sowie alle anderen Verwickelten.

(san)

comments powered by Disqus