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Radio Hamburg

Heiligenschein am wackeln

Taylor Swifts Knebelverträge

Los Angeles, 24.06.2015
RHH - Expired Image

James Sheldon, Fotograf bei einem der Konzerte von Taylor Swift, musste einen Knebelvertrag unterschreiben. 

Taylor Swift hat sich kürzlich für Künstler eingesetzt, als Apple diese drei Monate nicht bezahlen wollte. Für Fotografen setzt sie selber Knebelverträge auf. 

Für ihren offenen Brief an Apple wird Taylor Swift im Internet und Fernsehen gefeiert. Grund für das Schriftstück ist der neue Musik Streaming Dienst des Herstellers. Hierbei sollen die ersten drei Monate den Nutzer nichts kosten. Dafür wollte Apple auch die Bezahlung der Künstler auslassen, was Taylor Swift dazu bewegte, sich für ihre und die Arbeit ihrer Kollegen einzusetzen und sich über die "mangelnde Wertschätzung" zu beschweren.

Taylor, die Heldin der Künstler?

Weiter hieß es in dem Brief "Es geht dabei nicht um mich. Zum Glück arbeite ich gerade an meinem fünften Album und kann mich, meine Band, meine Crew und mein Management durch Live-Auftritte daher selber finanzieren. Dies sind nicht die Beschwerden eines kleinen Kindes. Es sind wiederhallende Ansichten eines jeden Interpreten, Song Writers und Produzenten meines sozialen Netzwerks, die Angst davor haben, ihre Meinung öffentlich zu machen, weil wir Apple so sehr respektieren und lieben. Jedoch nicht bei dieser Angelegenheit."

Unschuldig oder scheinheilig?

Dumm nur, dass Taylor die Wertschätzung von Künstlern in ihren eigenen Verträgen nicht so streng sieht. So hat der Fotograf Jason Sheldon während eines Konzerts der Sängerin Fotos von ihr gemacht. Doch vorher musste er einen Knebelvertrag unterschreiben. Darin steht, dass die Fotos, die auf den Konzerten gemacht werden, nur einmal verwendet werden dürfen, bevor das Copyright automatisch an Taylor Swift fällt.

Taylor Swift, Knebelvertrag, Fotografen

Offener Brief vom Fotografen

"Inwiefern unterscheidest du dich von Apple?". So lässt sich der Fotograf über die Sängerin in einem ebenfalls offenen Schriftstück im Internet aus. "In deinem Brief an Apple sagst du 'Drei Monate ist eine lange Zeit, um nicht bezahlt zu werden'. Aber du scheinst damit klarzukommen uns darauf zu beschränken, nur ein Mal bezahlt zu werden und niemals wieder von unserer Arbeit profitieren zu können, während du die Fotos zu deinem Vorteil in der Öffentlichkeit verwenden kannst."
Scheint so, als müsse "TayTay" ihren Vertrag noch mal gründlich überarbeiten, wenn sie auf die Rechte von Künstlern besteht.

(pgo)

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