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Radio Hamburg

"Er hat meinen nackten Po angefasst"

Grabschprozess um Taylor Swift geht weiter

Hamburg , 11.08.2017
Taylor Swift

Grapschprozess zwischen Taylor Swift und einem Radiomoderator.

Die US-Sängerin Taylor Swift beschuldigt einen Radiomoderator, sie bei einem Fototermin begrapscht zu haben, "an meinem nackten Po". 

US-Star Taylor Swift gehört zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Sängerinnen und tritt vor tausenden Menschen in ausverkauften Konzerthallen auf. Doch zurzeit muss sie sich in einem vergleichsweise kleinen Gerichtssaal in Colorado mit einem eher unangenehmen Thema auseinandersetzen. Sie liegt mit einem Radiomoderator wegen Grapsch-Vorwürfen im Clinch. Er soll ihr unter den Rock an den nackten Po gefasst haben und nun muss er sich vor Gericht verantworten. 

Wie es zu dem Vorfall kam

Der Streit zwischen der Sängerin und dem früheren Moderator David Mueller vom Sender KYGO, dreht sich um einen Vorfall anlässlich eines Konzerts von Swift in Denver im Juni 2013. Der Star traf dort im Backstage-Bereich Fans und VIP-Gäste und posierte dabei auch für ein Foto zwischen Mueller und dessen Freundin. «Während seiner Begegnung mit Frau Swift, griff Mueller vorsätzlich unter ihren Rock und begrapschte einen intimen Teil ihres Körpers [...]", heißt es in den von Swifts Anwälten eingereichten Gerichtsunterlagen. 

Das Foto als Beweis?

Laut Swift handelt es sich bei dem Vorfall nicht um einen Unfall: "Es war mit Absicht", so Swift. "Er hat nicht meine Hand angefasst. Er hat nicht meinen Arm angefasst. Er hat nicht meine Rippen angefasst. Er hat meinen nackten Po angefasst", sagt sie außerdem. Das Foto aus dem Backstage-Bereich dürfte in dem voraussichtlich ein bis zwei Wochen dauernden Prozess eine entscheidende Rolle spielen.
Darauf ist zu sehen, wie Mueller etwa auf Höhe von Swifts Po die Sängerin mit seinem rechten Arm von hinten umgreift. Seine Hand wird allerdings von ihrem Körper verdeckt. Mueller wurde nach dem Vorfall aus der Konzerthalle geworfen und verlor zwei Tage später seinen Job. Daraufhin folgte eine Klage seinerseits, da die angeblich falschen Anschuldigungen ihn um sein Jahresgehalt von 150.000 Dollar (127.000 Euro) gebracht haben. Taylor Swift reagiert mit einer Gegenklage und fordert eine symbolische Entschädigung von einem Dollar. Außerdem möchte sie, dass das Gericht erkennt, dass Mueller sich falsch verhalten hat und sie möchte als Beispiel für andere Frauen dienen, die sich davor scheuen ähnliche Geschehnisse öffentlich anzusprechen. 

Beweismaterial zerstört

Jetzt läuft gerade die Beweisaufnahme beim Bundesgericht in Colorado und David Mueller  sollte am Mittwoch (09.08.) den Geschworenen Mitschnitte des Gespräches zwischen ihm und seinem Chef mitbringen und das ist nicht geschehen. Denn Achtung das ist seine  Begründung: er hat die Mitschnitte versehentlich zerstört, als sein Mobiltelefon streikte, ein Kaffeebecher auf seinen Computer fiel und ein zweiter Computer durch eine Flasche Wasser lahmgelegt wurde.  Ach, was...!

Für das Verfahren sind neun Verhandlungstage angesetzt.

(sku/dpa)

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