Radio Hamburg

LPT-Schließung und Demo

15.000 Menschen bei zweiter Großdemo gegen Tierversuche

Aufnahmen aus dem Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf

Grausame Aufnahmen von einem Tierversuchslabor sorgen seit Wochen für Empörung. Deshalb demonstrierten nun Tausende ein zweites Mal für eine Schließung des Instituts.

LPT - Laboratory of Pharmacology and Toxicology. Ein Tierversuchslabor, das seit Jahrzehnten dafür bekannt ist, dass es für die Tiere, an denen dort getestet wird, der sichere und qualvolle Tod bedeutet. Demonstrationen gegen die Labore in Mienenbüttel, Neugraben und Löhndorf gibt es schon lange, doch die Großdemo vom 19. Oktober dieses Jahres scheint erste Erfolge gezeigt zu haben. Das Labor in Mienenbüttel scheint vor der Schließung zu stehen. "Scheint" ist hier jedoch das Wort, das einem Sorgen bereiten sollte. Denn nachdem die Nachricht über die vermeintliche Schließung ihre Runde machte, war die Freude im ersten Moment groß. Doch von einer sofortigen Schließung war nie die Rede. Und während in Mienenbüttel kleine Fortschritte zu sehen sind, sollen die Labore in Neugraben und Löhndorf expandiert werden. 

Zweite Großdemo mit 15 000 Menschen

Tausende Menschen haben in Hamburg für ein Ende von Tierversuchen und die Schließung von Tierlaboren demonstriert. Die Polizei nannte am Sonntag die Zahl von 13 800 Teilnehmern, die Veranstalter sprachen von etwa 15 000 Menschen und der bisher größten Tierschutzdemo in Deutschland. Die Proteste richten sich vor allem gegen die Firma LPT, in deren Labor in Mienenbüttel im Kreis Harburg in Niedersachsen Hunde und Affen misshandelt worden sein sollen. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Firma LPT hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bislang nicht auf Bitten um eine Stellungnahme reagiert. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt. Der Verein Soko Tierschutz, Mitveranstalter der Demonstration, forderte eine Übergabe der Tiere aus dem Labor an den Tierschutz. «Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere verschachert oder getötet werden», sagte Friedrich Mülln von dem Verein.  In Medien war berichtet worden, dass das Labor Ende Februar 2020 schließen wird. 

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