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St. Nikolai Kirche, Willy-Brandt-Straße, Donnerstag (04.08.2011), 11 Uhr
Am Mittwochnachmittag (03.08.2011) hat sich ein größerer Stein aus dem Fundament der Nikolaikirche gelöst und ist auf dem Gehweg eingeschlagen. Vom St. Nikolai-Turm ist ein etwa 10-Kilo schwerer Steinbrocken auf die Straße herabgestürzt. Der Stein hat sich vom 147 Meter hohen Turm gelöst und ist auf den Rad- und Gehweg gestürzt. Vorsichtshalber ist auf der angrenzenden Willy-Brandt-Straße eine der sechs Fahrstreifen gesperrt worden.
Wir haben mit einigen Menschen rund um die St. Nikolai Kirche gesprochen (diese wollen nicht namentlich genannt werden). Sie beklagen, dass die Kirche eigentlich schon seit längerem eine Restaurierung benötigt. Einige Befragte spekulieren, dass neben dem natürlichen Verfall auch Tauben schuld an den Kratern in der Kirchenwand sind. Wir sind für Sie vor Ort und zeigen Ihnen die Folgen des Steinschlags.
Im Interview hat sich Markus Schreiber, der Chef des Bezirkamtes Mitte, zum weiteren Vorgehen geäußert. Es soll möglichst für morgen ein Gesprächstermin mit den zuständigen Behörden, dem Denkmalschutzamt, der Kulturbehörde und der Stadtentwicklungsbehörde Hamburgs sowie dem Förderverein vereinbart werden, um eine Lösung herbeizuführen. Schon früher wurden Absprachen mit der Stadt Hamburg getätigt, bei denen der Turm mittels Werbeinnahmen von 14 Millionen Euro saniert werden sollte. Obwohl die Restauration der St. Nikolai Kirche schon öfter verschoben wurde, hält Schreiber eine zeinahe Sanierung für realistisch, da sonst Rad- und Fußweg sowie der Fahrstreifen weiterhin gesperrt bleiben müssten.