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Polizisten und Spürhunde suchen in einem Hamburger Naturschutzgebiet nach Leichenteilen. Zuvor hatte ein Fußgänger dort beim Sonntagsspaziergang einen abgetrennten Arm entdeckt. Viele Fragen sind offen, die Ermittler rätseln über die Hintergründe.
Grausiger Fund beim Sonntagsspaziergang: Ein Fußgänger hat auf einer Wiese einen abgetrennten Arm entdeckt. Mit Spürhunden und einem Hubschrauber suchte die Polizei nach weiteren Leichenteilen, wie Sprecher Andreas Schöpflin berichtete - zunächst allerdings vergeblich. "Das wird sich über Stunden bis in den späten Abend hinziehen", hieß es noch am Sonntagabend. Der Fundort liegt im Naturschutzgebiet Höltigbaum im Stadtteil Rahlstedt.
Die Identität des Opfers sowie mögliche Hintergründe waren zunächst völlig unklar. Der Arm sollte im Institut für Rechtsmedizin untersucht werden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, daher führt die Mordkommission die Ermittlungen. Mögliche neue Erkenntnisse wollte die Polizei erst am Montag mitteilen.
Mittlerweile ist klar: die Körperteile gehören zu einem Mann. Er ist vermutlich über 50 Jahre alt, etwa 1, 75 Meter groß und etwa 60 Kilo schwer gewesen. Außerdem hat er schütteres Haar, keine Zähne im Oberkiefer und im Unterkiefer nur noch überkronte Frontzähne.
Weil die Körperteile schon stark verwest sind, hat der Rechtsmediziner bislang keine Todesursache feststellen können. Die Hamburger Polizei geht weiter davon aus, dass der Mann umgebracht worden ist.
Der Fußgänger hatte das Leichenteil am späten Sonntagvormittag gesehen und die Beamten alarmiert. Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt. Der Polizeihubschrauber suchte das Naturschutzgebiet mit einer Wärmebildkamera ab und nahm Übersichtsaufnahmen auf, andere Beamte sicherten Spuren. Auch Rechtsmediziner und Staatsanwaltschaft waren am Fundort.
Der frühere Truppenübungsplatz Höltigbaum ist seit Ende der 1990er Jahre ein Naturschutzgebiet.
(dpa/aba)