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Sechs katholische Schulen machen dicht

Hamburg, 22.05.2019
Schule, Lehrer, Studium

Hunderte Schüler müssen sich zukünftig einen neuen Platz zum Lernen suchen.

Lange wurde um die Schließung mehrere Schulen in Hamburg gerungen, jetzt ist es beschlossene Sache. Hunderte Schüler müssen sich neue Klassenzimmer suchen.

Seit Monaten wurden um die Schließung mehrere katholischer Schulen gerungen. Wie das Erzbistum Hamburg nun im kirchlichen Amtsblatt mitteilt, ist der Kampf der Lehrer, Eltern und Schüler verloren und sechs von insgesamt 21 Schulen im Stadtgebiet werden endgültig geschlossen.

Diese Schulen machen zu

Nach wie es heißt "detaillierter Analyse" werden die Domschule St. Marien in der Smilynskystraße (zum 31. Juli 2023), die katholische Schule St. Marien in der Eulenstraße (zum 31. Juli 2021), die katholische Schule Altona im Dohrnweg (zum 31. Juli 2023), die katholische Franz von Assisi-Schule im Lämmersieth (zum 31. Juli 2023), die katholische Schule Neugraben in der Cuxhavener Straße (zum 31. Juli 2023) und das katholische Niels Stensen Gymnasium in der Hastedtstraße (zum 31. Juli 2025) schrittweise bis 2025 geschlossen. 

Hohe finanzielle Belastung

Die Schulen müssen schließen, weil die Kirche den Betrieb aufgrund der finanziellen Belastung nicht weiter gewährleisten kann. So seien aufgrund "erheblicher finanziellen Belastungen keine ausreichenden finanziellen Mittel" mehr vorhanden, um unter anderem den Gebäudeunterhalt zu finanzieren. Über die Schließung weiterer Schulen soll demnach nach Anhörungen der Mitarbeitervertretungen entschieden werden. So könnten zukünftig noch die Katholische Sophienschule in der Elsastraße und die Katholische Schule Harburg in der Julius-Ludowieg-Straße den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Das Erzbistum ist mit 80 Millionen Euro überschuldet.

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(san/ik)