Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Hamburg erklärt wie sicher Hamburgs Fahrradwege sind.
Nach dem tödlichen Unfall am vergangenen Donnerstag stellt sich die Frage: Wie sicher sind Hamburgs Straßen und Radwege für Radfahrer?
Ein Toter und drei auch schwer Verletzte - das ist die Bilanz des tragischen Unfalls auf dem Elbdeich in Spadenland. Ein LKW Fahrer setzt zu einem Überholmanöver an und übersieht die schnell herankommende Gruppe von Radfahrern, die für die Cyclassics kommende Woche trainieren. Er reißt vier Sportler vom Rad, einer stirbt noch am Unfallort. Das Entsetzen ist groß. Die Mitglieder der Radsportgruppe Uni Hamburg stehen unter Schock.
Nun sind die Radfahrer im Hamburger Umland unterwegs gewesen, wo es nicht immer ausgewiesene Radwege gibt - und die machen für Rennfahrer ja auch wenig Sinn. Radfahrer in der Stadt sollen eigentlich die vorhandenen Radwege benutzen, um sich zu schützen. Doch Dirk Lau vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Hamburg beurteilt das Radwegesystem veraltet und unsicher.
"Das klassische Radwegenetz in Hamburg aus den Sechziger-Jahren, was den klassischen Hamburger Bordsteinradweg meint ist halt marode, ist gefährlich, ist nicht in einem Zustand, der dem Stand der Technik entspricht und ist damit auch eine Ursache für die Unfälle", erklärt Lau. Außerdem empfehlt der Fahrradclub in manchen Fällen die Radwege nicht zu nutzen sondern auf der Fahrbahn zu fahren. Denn dort sei man immer im Sichtfeld des motorisierten Verkehrs und damit auch geschützter. Außerdem verdeutlicht Lau, dass mit 5,2 Prozent, der Anteil der Unfälle bei dem ein Radfahrer beteiligt ist, eher gering sei.
(pov/dr/fh)