Kommende Woche wollen bundesweit zehntausende Ärzte ihre Praxen schließen - auch in Hamburg.
Im Streit um die Erhöhung ihrer Honorare wollen auch Hamburger Ärzte ihre Praxen in der kommenden Woche schließen.
Seit Wochen schwelt der Honorarstreit zwischen den Krankenkassen und den niedergelassenen Ärzten - und die machen jetzt Ernst. Kommende Woche wollen bundesweit zehntausende Ärzte ihre Praxen schließen - auch in Hamburg.
Angeblich hat sich ein Viertel für Praxisschließungen als Druckmittel ausgesprochen. Die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen haben kein Verständnis für den Streik und sprechen von "Verteilungsproblemen zwischen den Arztgruppen". Ihren Angaben zufolge bekommen Ärzte im Durchschnitt 160.000 Euro brutto pro Jahr, wobei Hausärzte deutlich weniger verdienen als Fachärzte mit aufwendiger technischer Ausrüstung.
Die Mediziner haben für das kommende Jahr eine Honorarerhöhung um elf Prozent von den Kassen gefordert. Im Schlichtungsverfahren sind ihnen aber nur 0,9 Prozent zugesprochen worden. Die Konsequenz aus diesem Gerangel: kommende Woche werden möglicherweise tausende Patienten vor verschlossenen Praxistüren stehen. Lichtblick: die Notdienste machen bei dem Protest nicht mit.
(lhö)