Nicht immer sind Fans so gesittet: Aufgrund der vielen Ausschreitungen wird ein neues Sicherheitskonzept gefordert.
Rund 300 Fan-Beauftragte diskutierten in Berlin über mögliche neue Sicherheitsstandards in der Fußball-Szene.
Der Zweitligist 1. FC Union lädt am Donnerstag zum großen Fan-Gipfel nach Berlin ein. 300 Fan-Beauftragte kommen im VIP-Zelt des Berliner Fußballverbandes zusammen, um sich über das Sicherheitskonzept von DFL und DBF auszutauschen. Das vorgeschlagene Konzept sieht Sicherheitskontrollen in Stadien ähnlich wie an Flughäfen vor. Viele Fans und auch Fußball-Vereine lehnen die Idee allerdings ab. Auch der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga folgen dem Gipfel mit Interesse und sind, auch wenn nur als Gäste, vor Ort.
Nach vielen Ausschreitungen fordern Politiker mehr Sicherheit in Stadien und setzen den DFL so unter Druck. Besonders die Krawalle während des Pokalspiels Hannover 96 gegen Dynamo Dresden haben diesen Druck verstärkt. 18 Fans musste die Polizei nach dem Pokalspiel festnehmen, um so weitere Ausschreitungen zu verhindern. Dafür waren rund 1000 Beamte vor Ort.
Das Konzept des DFBs ist die Grundlage des am Donnerstag stattfindenen Gipfels in Berlin. Reinhard Rauball, DFL-Präsident, fordert eine themenbezogene sowie sachliche Diskussion, sodass bis zur DFL-Vollversammlung vielleicht ein neues sowie akzeptables Konzept entworfen werden kann. Die Versammlung ist für den 12. Dezember geplant.
(dpa/rbö)