Radio Hamburg

Tag des Franzbrötchens

Fakten über die Hamburger Spezialität

Hamburg, 04.05.2018
Franzbrötchen

Zum Tag des Franzbrötchens am 5. Mai haben wir für euch ein paar kuriose Fakten über die typische Hamburger Spezialität zusammengestellt.

Das Franzbrötchen gehört zu Hamburg wie das Fischbrötchen zum Fischmarkt. Pünktlich zum Tag des Franzbrötchens am 5. Mai sind hier die Fakten über die Leibspeise eines jeden Hamburgers.  

Inbegriff von Heimat

Für die waschechten Hamburger ist das Franzbrötchen der Inbegriff von Heimat. Egal, ob zum Frühstück, zum Kaffee oder als kleiner Snack zwischendurch - Franzbrötchen gehen immer! Vielmehr ist die Spezialität jedoch für Leute, die die schönste Stadt der Welt verlassen mussten, ein echtes Sehnsuchts-Gebäck! 

Verschiedene Theorien der Entstehung

Die erste Theorie besagt, dass das Franzbrötchen urprünglich ein Baguette war. Damals hieß es noch Franzbrot, bis ein experimentierfreudiger Bäcker es zufällig mit Zimt und Zucker angebraten hat. Heraus kam das Franzbrötchen. 

Weiter wird behauptet, dass das Franzbrötchen nichts anderes sei, als eine misslungene Variante des Croissants. Zu dem Teig wurde zu viel Butter und Zucker gegeben und der Croissant-Teig ging nicht auf sondern fiel in sich zusammen. Doch ob das stimmt? 

Eine Theorie, die sehr glaubwürdig klingt und auch teilweise bestätigt wurde, ist die des "Franz´schen Bäckers". Nachdem er die Bäckerei des Franzosen Jean Stephan Sabatier im 19. Jahrhundert übernommen hatte, soll Johann Hinrich Thielemann das Gebäck erfunden haben. Seitdem ist das Franzbrötchen aus Hamburg jedenfalls nicht mehr wegzudenken. 

Verschiedene Arten 

Vom traditionellen Franzbrötchen mit Zimt und Zucker bis hin zum Franzbrötchen mit Marzipan. Vor allem die Kette "franz&friends" bietet so einige außergewöhnliche Varianten des Plunderteigs. Egal ob mit Apfelringen, Erdbeeren oder Pflaumen, mit Mandeln, Kürbiskernen oder Walnüssen, von Marzipan über Nougat bis zur weißen Schokolade ist alles dabei. 

Verschiedene Verbreitung

Unter den verschiedensten Namen gibt es das Franzbrötchen auch in anderen Ländern rund um den Globus. Das dänische "Onsdag Snegle" (Mittwochsschnecke) ähnelt dem Franzbrötchen dabei am meisten, dieses findet ihr allerdings auch nur mittwochs in den Bäckereien.

Finnische Bäckereien verkaufen euch Ohrfeigen, was der Name des "Korvapuusti" übersetzt heißt. Aus Pulla-Teig und bei einigen Bäckereien mit dem Zusatz Kardamom wird diese Art des Franzbrötchens hergestellt.

"Zeeuwse Bows" sind die holländische Art des Franzbrötchens. Der Hefeteig wird in braunem Zucker gewälzt und einige Bäcker setzen noch eins drauf: bei ihnen kommt der Zimt noch dazu.