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Das große ABC rund ums Thema BDSM

Alles rund ums Fesseln, Peitschen und Co.

Hamburg, 03.08.2015
BDSM, SM, Sado-Maso

Die BDSM-Szene hat quasi seine eigene Fachsprache. Werft jetzt einen Blick in unser großes ABC und erfahrt mehr!  

Seit "Shades of Grey" hat das Thema BDSM großen Anklang gefunden - jedenfalls beim Lesen darüber. Doch was gehört neben Fesseln und Peitschen eigentlich alles dazu?

Die Shades-of-Grey-Trilogie wurde allein in Deutschland über 5,7 Millionen Mal verkauft. Weltweilt verkauften sich die Romane von E.L. James über 100 Millionen Mal und auch der Kinofilm "Fifty Shades of Grey" war ein Kassenschlager. Die Bücher und der Kinostreifen über leidenschaftliche BDSM-Sexhandlungen lösten einen regelrechten Hype aus! Doch woher kommt dieser Trend? Sind alle Leser heimliche BDSM-Fans und haben ihren eigenen SM-Raum im Keller? Gewiss nicht. Aus diesem Grund und damit auch Nicht-BDSMler in Zukunft mitreden können und verstehen, worum es geht, haben wir für Euch das große BDSM-ABC zusammengestellt. Erfahrt mehr über die Begriffe und was alles zum BDSM dazu gehört!

Das große BDSM-ABC

A: AC/DC

In der BDSM-Szenen steht der Begriff "AC/DC" nicht etwa dafür, dass Hard-Rock beim Sex gehört werden soll, sondern für Bisexualität.





B: Bondage

Dieser Begriff umfasst alles rund ums Fesseln. Hierbei werden die Arme, Beine, und sonstige Körperteile des Sexpartners mit Handschellen, Fußschellen oder Seilen an Gegenstände gefesselt. Wenn es richtig zur Sache gehen soll, werden die Gliedmaßen gespreizt, so z.B. beim Fesseln an einen Pranger, einen Galgen oder an Streck- und Spreizbänke.





C: Clambs

Bei den sogenannten "Clambs" handelt es sich um kleine Klemmen, die z.B. an Hoden oder Brustwarzen geklemmt werden, zur Stimulation.





D: Devot und dominant 

Beim BDSM wird aus einer Gleichberechtigung ein Machtgefälle - der sogenannte Power-Exchange. Hierbei gibt ein Sexpartner seine Autonomie, es handelt sich hier um den "devoten" Partner, an den "dominanten" Partner ab. Der devote, also untergeordnete Sexpartner, wird in der Fachsprache unter anderem auch Sub genannt, der dominante Partner unter anderem Dom.





E: Erziehung

Bei der "Erziehung" geht es um ein Rollenspiel, bei dem ein oder mehrere Sexpartner Regeln aufstellen, die zu befolgen sind. Werden die Regeln missachtet wird der Partner betraft oder bei besonders guter Ausführung belohnt.





F: Flogger

Beim BDSM geht es sehr oft ums Auspeitschen! Oft werden bei Sexspielen weiche Lederpeitschen verwendet, die sogenannten "Flogger".





G: Glory Hole

Das "Glory Hole" ist ein Loch in einer Wand, durch das das männliche Geschlechtsteil gesteckt wird. Häufig kommt das "Glory Hole" bei anonymen Sexkontakten zum Einsatz.





H: Halsband

Oft tragen die devoten Sexpartner ein Halsband, als Zeichen ihrer Unterwerfung.





I: Intimschmuck

Ebenfalls sehr verbreitet in der BDSM-Szene ist Intimschmuck. Schon allein weil das Stechen solchen Schmucks sehr schmerzhaft ist und natürlich deshalb, weil es den Sexpartner betören soll.





J: Japanbondage

Beim "Japanbondage" handelt es sich um eine japanische Kunst des Fesselns mit Seilen, bei der versucht wird, keine Knoten zu benutzen. Die Fesselkunst geht auf eine jahrhundertalte Tradition zurück. Früher wurden so Verbrecher gefesselt und anschließend öffentlich zur Schau gestellt.





K: Kliniksex

Beim BDSM geht es immer wieder um Rollenspiele. Beim "Kliniksex", der auch als weißer Sex bekannt ist, geht es um das Rollenspiel zwischen Arzt oder Krankenschwester und einem Patienten.





L: Lack, Leder, Latex

In BDSM-Kreisen gibt es wie überall auch verschiedene Vorlieben. Der LLL-Fetisch, also Lack, Leder und Latex, ist allerdings sehr verbreitet und gehört bei einer SM-Party auf jeden Fall mit zum Dresscode!





M: Masochismus

Unter "Masochismus" versteht man die sexuelle Vorliebe und Lust am Schmerz. Es geht also beim Sex darum Schmerz und Erniedrigung zu erleiden!





N: Nicknames

Vor allem im Internet verwenden BDSMler oft Nicknames. Um unterscheiden zu können, ob es sich um einen dominanten oder devoten Partner handelt, wird der erste Buchstabe des Names oft entweder groß (dominant) oder klein (devot) geschrieben.





O: Over The Knee

Bei der Praktik "OTK", die für Over The Knee steht, geht es darum den anderen Sexpartner über's Knie zu legen und ihn oftmals auch auszupeitschen.





P: Peitschen

Ein essentieller Bestandteil der Sexspiele ist das Auspeitschen! Ob mit sogenannten "Floggern" oder mit einer Reitgerte, je nach Schmerzenswunsch gibt es satte Hiebe auf jegliche Körperteile des Sexpartners.





Q: Queening

Bei der Sexpraktik "Queening", die auch als Facesitting (Gesichtssitzen) bekannt ist, setzt sich der eine Sexpartner mit seinem Geschlechtsteil oder dem Hinterteil auf das Gesicht des anderen Partners. Ob mit oder ohne Kleidung - beides ist möglich!





R: RACK

Bei der "RACK" (Risk-Aware-Consesual-Kinks), was so viel bedeutet wie die Risikobewusste Einvernehmlichkeit, geht es ein wenig mehr ums Eingemachte! Mit dem Verhaltenskodex soll das Risikopotenzial bei der Eigenverantwortung der beteiligten Sexpartner stärker betont werden. Die Freiwilligkeit steht aber auch hier außer Frage!





S: Safeword

Beim BDSM geht es immer um freiwillige Sexhandlungen. Jeder Partner muss also seine Einwilligung geben, kann diese aber auch während der Handlungen widerrufen, indem er ein sogenanntes - vorher vereinbartes - Codewort, das sogenannte "Safeword", nennt.





T: Top

Der dominante Sexpartner wird beim BDSM unter anderem auch Top genannt.





U: Uniformen

Uniformen spielen nicht nur bei Rollenspiele eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Erhaltung von Machtverhältnissen und der Unterstützung der Machtsituation.





V: Vanillasex

In BDSM-Kreisen, wo es hart zur Sache geht, wird der konventionelle Sex, auch Blümchensex genannt, oft als "Vanillasex" bezeichnet.





W: Wartenbergrad

Das eigentlich in der Medizin, zur Untersuchung der Schmerzwahrnehmung, verwendete Instrument wird bei BDSM-Spielen oft zur Stimulation der Nerven verwendet.





X: X-Stellung

Bei der "X-Stellung" wird der devote Partner mit weit gespreizten Armen und Beinen z.B. an einem Andreas-Kreuz fixiert.





Y: Y-Stellung

Bei der "Y-Stellung" wird der Sexpartner mit zusammengebundenen Armen und weit gespreizten Beinen kopfüber aufgehängt.





Z: Zentai

Der "Zentai", der sehr beliebt in der BDSM-Szene ist, ist ein sehr eng anliegender Ganzkörperanzug, der sowohl den Kopf als auch die Hände und Füße umfasst.





(jmü)

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