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Radio Hamburg

Tschüss miese Laune!

Wie positives Denken unser Leben beeinflussen kann

Hamburg, 14.06.2017
Entspannung Natur

Wer mit einer positiven Einstellung durchs Leben geht, kann es oftmals viel mehr genießen.

Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, hängt von unserer persönlichen Einstellung ab. Die Macht unserer Gedanken wird oftmals unterschätzt! 

Eine optimistische Denkweise hat einen großen Einfluss auf unser Handeln und somit auf unser ganzes Leben. Psychologen sehen diesen Mechanismus als weitaus mehr als nur bloßen Aberglauben. Wir zeigen, wie lernen könnt, euch eine positive Grundeinstellung anzueignen und welche Auswirkungen dies haben kann. 

Optimismus – Was ist das eigentlich?

Wissenschaftlich ist es bislang noch nicht geklärt, ob der Optimismus beim Menschen genetisch festgelegt ist oder von den individuellen Erfahrungen abhängt. Die lebensbejahende und zuversichtliche Einstellung wird sowohl von Medizinern als auch von Psychologen seit langer Zeit untersucht. Eine große Rolle spielt dabei die Fähigkeit, auf welche Weise kritische oder anspruchsvolle Situationen beziehungsweise das eigene Vermögen, damit umzugehen eingeschätzt wird. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass optimistische Menschen besser mit Schwierigkeiten im Leben klarkommen. Eine aktuelle Studie der Harvard Universität zeigt, dass sie sich sogar eines längeren Lebens erfreuen sollen. Typische Volkskrankheiten tauchen bei ihnen seltener auf. Das erstaunliche daran: Dies gilt auch unabhängig von anderen beeinflussenden Umständen wie den individuellen Bewegungs- oder Ernährungsgewohnheiten. So soll das Immunsystem von einer positiven Einstellung profitieren und auch besser vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. 

Verschiedene Punkte zeichnen einen Optimisten aus:

  • Positiver Umgang mit Rückschlägen
  • Optimistische Bewertung von Chancen und Möglichkeiten bei Krisen
  • Beharrlichkeit in der Bewältigung von Krisen und im Umgang mit Misserfolgen
  • Positives Fazit oder Ziehen einer positiven Bilanz auch bei negativen Erfahrungen

 

Selbst wenn eine Sache schiefgeht, können Optimisten der Situation oft noch etwas Positives abringen. So wird dann beispielsweise die gemachte Erfahrung als wichtig eingeschätzt und es kann daraus etwas für die Zukunft gelernt werden. 

Uralte Lebenseinstellung

Eine positive Lebenseinstellung kann uns also dabei helfen, besser mit kritischen Situationen umzugehen. Die Macht der Gedanken wurde schon vor tausenden von Jahren in der Buddhistischen Lehre in dem Satz "Du bist was du denkst" zusammengefasst. Manche nennen dies das Gesetz der selbsterfüllenden Prophezeiung, andere nennen es Aberglaube oder magisches Denken. Immer schon wurde versucht, dem Glück durch bestimmte Handlungsweisen auf die Sprünge zu helfen. Das Tragen von Glücksbringern oder Daumendrücken in einer kritischen Situation sorgen dafür, dass es uns leichter fällt, an einen positiven Ausgang zu glauben. Solche Rituale unterstützen uns dabei, unser Denken bewusst in eine optimistische Richtung zu lenken oder vermitteln eine gewisse Sicherheit und Gelassenheit. Persönliche Glückszahlen oder auch das Daumendrücken oder Finger kreuzen sind Beispiele dafür.

Tipps für eine optimistische Denkweise

Auch wer bislang nicht gerade ein besonders positiv denkender Mensch war, kann mit etwas Übung für eine optimistischere Lebenseinstellung sorgen. Meist sind es nur kleine Gewohnheiten in unserem Alltag, die einen großen Unterschied machen und uns ein glücklicheres Leben bescheren können:

  • Aufmerksamkeit auf positive Dinge lenken : Wer sich mit schönen oder angenehmen Dingen beschäftigt und negativen Gedanken weniger Beachtung schenkt, macht bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung. Dabei sollen Probleme nicht verleugnet oder verdrängt werden. Wer allerdings versucht Lösungen zu finden, statt sich lange mit der Last problematischer Situationen herumzuschlagen, kann diese auch schneller hinter sich lassen.
  • Negative Energie in positive umwandeln : Jeder hat einmal mit schwierigen Situationen zu kämpfen oder ist wütend und aufgebracht. Dann kann es sehr befreiend sein, Dampf abzulassen, statt den Frust in sich hineinzufressen und nicht abzubauen. Manchen hilft es, ihre Wut einfach mal laut herauszuschreien, andere fühlen sich nach einem intensiven Sporttraining wieder besser.
  • Negatives loslassen : Viele Menschen tun sich schwer damit, vergangene Dinge loszulassen. Die Vergangenheit kann nicht mehr verändert werden. Es ist einfacher, Negatives zu verarbeiten, seine Lehren daraus zu ziehen und die Sache dann abzuhaken. Dann kann sich wieder neuen und positiven Dingen gewidmet werden.
  • Inspiration bei anderen positiven Menschen suchen : Es kann helfen, sich in Krisensituationen Hilfe von außerhalb zu holen. Sei es um wieder auf bessere Gedanken zu kommen oder um herauszufinden, wie andere mit einer schwierigen Situation zurechtgekommen sind: Inspirierende Bücher oder auch ein Gespräch helfen oft Wunder.

Vorteile und Auswirkungen einer positiven Lebenseinstellung 

Je intensiver und länger das persönliche Bewusstsein auf positive Dinge gelenkt wird, umso nachhaltiger wird sich dies auf eine optimistische Einstellung auswirken. Mit der positiven Haltung werden sich nach und nach auch positive Erfahrungen oder zunehmende Erfolge einstellen. Nicht zuletzt, weil auch ein Scheitern nicht grundsätzlich negativ gesehen wird. Das Gefühl, mehr Kontrolle über sich und sein Leben zu haben hilft dabei, mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Vielen fällt es leichter, die eigenen Stärken zu erkennen und auch in der passenden Situation davon profitieren zu können.

Mit einer optimistischeren Sichtweise werden Hürden und Probleme mit weniger Furcht angegangen. Viele wachsen dabei über sich hinaus. Weitere positive Erfahrungen stärken dann wiederum das Selbstbewusstsein und den Glauben an Erfolg und einen guten Ausgang einer Situation. Diese kollektive Erfahrung hat sich bei der letzten Fußballweltmeisterschaft gezeigt. Kaum einer hatte zu Beginn an einen größeren Erfolg der deutschen Mannschaft geglaubt – bis nach und nach die Siege für einen Sinneswandel gesorgt haben. Die positive Stimmung hat sich dabei auf unsere ganze Nation übertragen. Dieser Kreislauf sorgt nachhaltig dafür, positive Denkmuster fest in unserem Gehirn zu verankern. Bei einer neuen kritischen Situation fällt es uns leichter, uns wieder für den optimistischen Weg zu entscheiden und das Problem mit Zuversicht anzupacken.