Radio Hamburg

Frohe Weihnachten

Weihnachten: Streitfrei durch die Feiertage

Lebkuchenhaus Vater Kind

Zu Weihnachten sitzt die gesamte Familie zusammen. Das sorgt allerdings nicht immer nur für gute Laune... 

Es wird winterlicher auf den Straßen! Die Leute huschen von Geschäft zu Geschäft, um auch ja jedes Weihnachtsgeschenk pünktlich unter den Baum zu legen. Zwischenzeitlich geht es dann einen leckeren, warmen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Kurzum gesagt: Bald ist Weihnachten! Und wie jedes Jahr kommt die gesamte Familie zusammen, um diesen Moment gemeinsam zu verbringen. Manchmal ist die Vorstellung im Kopf jedoch harmonischer, als die Tage dann letztendlich eigentlich enden. Denn: Weihnachten birgt auch sehr oft Konfliktpotenzial. Was genau stört, das lest ihr hier.

Erwartungen zu Weihnachten

Jeder hat durch sein Aufwachsen in der Familie ein anderes Verständnis von Weihnachten, schließlich wurden wir alle anders sozialisiert. Bei den einen wird drei Tage ganz heilig durchgefeiert und besinnlich mit der Familie verbracht, die anderen setzen sich am 24. einmal kurz zusammen und danach geht es auch schon ab auf die Piste. Auch das Essen birgt natürlich Konfliktpotenzial. Gibt es an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat? Gibt es doch die Gans mit Rotkohl und Klößen? Durch die verschiedenen Vorstellungen und persönlichen Glaubenssätze kommt es leicht zu unterschiedlichen Auffassungen von dem, wie Weihnachten verbracht werden muss. Soziale Konventionen und die Medien erübrigen ihren Teil, da sie immer wieder vorleben: So wichtig ist Weihnachten und so müssen wir das Fest miteinander verbringen. Ist der eine Partner sehr perfektionistisch veranlagt, kann das zu Stress in der Beziehung führen. Wichtig ist also, rechtzeitig über die verschiedenen Vorstellungen zu sprechen, so dass am Ende keiner enttäuscht ist.

Was liegt unter dem Baum? 

Nichts zu schenken, bedeutet nichts zu schenken! Dieses einfache Gesetz wird oft beschlossen, aber selten von beiden Seiten so umgesetzt. Einer kauft dann letztendlich doch ein kleines Geschenk, um dem anderen zu zeigen: "Hey, ich hab dich richtig gern!" Auch dieses Verhalten sorgt letztendlich für schlechte Laune nach der Geschenkübergabe. Wichtig ist es deshalb, sich auch an diese Abmachung zu halten, oder eventuell einen Geldbetrag abzumachen. Beispielsweise könnte man abmachen, dass man sich etwas für max. 20 Euro schenkt. Damit zeigt man seinem Partner trotzdem seine Zuneigung und man kommt nicht in das "Wir schenken nichts"-Problem. Auch sollte man keine Erwartungen an das Geschenk des Gegenübers stellen. Letztendlich soll es nur eine freiwillige Geste der Liebsten sein - kein privates Wunschkonzert. Dankbarkeit steht somit an eigener Stelle und der Konflikt kann durch die eigene Reduktion der Erwartungshaltung gelöst werden. 

Juhu, die Familie kommt vorbei

Wenn Oma, Opa, Tante, Onkel, Cousinen und Cousins vorbeikommen, dann heißt das eins: Viele verschiedene Erwartungen, Weltvorstellungen und Geschmäcker treffen aufeinander. Gerade das tagelange Aufeinanderhängen sorgt für Stress. Also sollte einem vorher klar sein, dass man seine Tante nicht fünf Tage lang beherbergen will. Die Dinge vorher direkt anzusprechen und sich den ein oder anderen Kommentar zu verkneifen, kann somit helfen.