Radio Hamburg

Was passiert mit uns?

Nebenwirkungen von der Zeitumstellung

Schlafende Frau

Am Sonntag (27.10.) werden wieder die Uhren umgestellt. Doch was passiert dabei mit uns und was hat die Umstellung für Nebenwirkungen?

Die Zeitumstellung steht immer wieder in der Kritik. Am stärksten von den Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder einem Minijetlag betroffen, sind insbesondere Kinder, ältere Menschen und Schichtarbeiter.  

Minijetlag

Dadurch, dass uns im Sommer eine Stunde fehlt, kann es zu einem Minijetlag kommen, der sich mit mehrere Tage anhaltender Müdigkeit bemerkbar macht. Bei manchen Menschen kann es sogar Wochen dauern, bis ihre innere Uhr umgestellt ist und sie ohne Müdigkeit in den Tag starten können. 

Mehr Herzinfarkte

Die Amerikanische Hochschule für Kardiologie hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass nachdem die Sommerzeit am Sonntag eingeführt wurde, montags mehr Menschen mit Herzinfarkten in den Krankenhäusern eingeliefert wurden. Dagegen sank die Zahl der Herzinfarkt Patienten beim zurückdrehen der Uhr im Winter. 

Unfallhäufigkeit steigt

Im Winter wird es morgens eine Stunde später hell. Aufgrund dieser Umstellung müssen viele Pendler und Kinder ihren Weg zur Arbeit und Schule im Dunkeln absolvieren. Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat ist die Dunkelheit im Winter eine der größten Unfallgefahren und liegt doppelt so hoch wie im Sommer. Durch Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten kommt es zu einem Ansteigen von Unaufmerksamkeiten und Fehlern, die zu Unfällen führen. 

Kopfschmerzen und Unwohlsein

Die Umstellung unseres Biorhythmus führt in unserem Körper zu Stress und schüttet Stresshormone aus. Dadurch bekommen viele Menschen andauernde Kopfschmerzen, die nach wenigen Tagen oder mehreren Wochen verschwinden. Durch die Hormone können sich auch Magen-Darm Probleme und Unwohlsein entwickeln. 

Mehr Krankmeldungen

Die Krankenkasse DAK verzeichnet 15 Prozent mehr Krankschreibungen in den ersten drei Tagen der Umstellung. Gründe sind beispielsweise körperliche Probleme wie Schlafstörungen oder Unwohlsein, die auftreten können. 

Müdigkeit

Für unseren gesamten Körper bedeutet die Zeitumstellung Stress, da sich die innere Uhr erst umstellen muss. Vor allem bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit leiden viele Menschen unter Schlaflosigkeit oder Ein- und Durchschlafstörungen. Der gesamte Biorhythmus des Menschen ist auf den Hell-Dunkel-Wechsel angepasst. Im Dunkeln aufzustehen, entspricht nicht unserem natürlichen Schlafmuster. Wir werden schlechter wach und kommen morgens schlechter aus dem Bett. 

Was kann man tun?

Wenn man ausreichend Zeit hat, kann man zuvor auch schon damit anfangen langsam seinen Rhythmus umzustellen. Bei der Umstellung auf die Winterzeit bedeutet das eine Viertelstunde früher Schlafen zu gehen und eine Viertelstunde früher aufzustehen. Auch ein Spaziergang am Tag bei ausreichendem Tageslicht, kann der Müdigkeit entgegen wirken. Damit kann man ausgeruht in die neue Woche starten, ohne unter allzu großen Schlafmangel zu leiden.