Radio Hamburg

Toilette an Board

Praxis-Tipps für Hobbysegler

Hamburg, 20.12.2018
Rettungsring

Bei einem Ausflug auf hoher See sollte man sichergehen, dass eine funktionierende Toilette an Board ist. 

Auf einem kleinen Segelboot oder einer luxuriösen Yacht wie dieser hier – eine Bordtoilette darf bei der Standardausstattung eines Bootes nicht fehlen. Schließlich ist der nächste Hafen meistens viel zu weit entfernt, um dort eine Toilette aufzusuchen. Hier ein Überblick, welche Ausführungen es gibt und was man bei der Entleerung der Bordtoilette beachten sollte.

Manuelle und elektrische Ausführung

Die meisten Hausboote sind mit einfachen manuellen Bordtoiletten erhältlich. Die komfortable Variante funktioniert dagegen elektrisch und ist mit moderner Technik ausgestattet, wie zum Beispiel die Modelle von Jabsco, einem renommierten US-amerikanischen Unternehmen für Schiffsausrüstung. Bei der manuellen Bordtoilette gibt es zwei wichtige Handgriffe für die Benutzung: Nach dem Toilettengang wird der Hebel zunächst auf „Spülen“ eingestellt. Bei jedem Hub saugt die Pumpe Wasser an, um die Toilette zu spülen. Wenn sie nach mehreren Hüben sauber ist, sollte man den Hebel umlegen auf die andere Stellung „Abpumpen“. Bis die Toilette komplett leer ist, kann es wiederum einige Hübe dauern. Wichtig ist, dass am Ende möglichst wenig Wasser stehenbleibt.Die elektrische Bordtoilette ist eine bequeme Alternative zur manuellen Version. Die Technik übernimmt in diesem Fall die Arbeit beim Pumpen. Beim Kauf einer elektrischen Toilette sollte man allerdings nicht zu sparsam sein. Wenn die Technik nämlich auf hoher See ausfallen sollte, verspricht eine manuelle Bordtoilette am Ende doch mehr Sicherheit.

Bordtoilette im Hafen entleeren

In der Regel haben Fäkaltanks auf Booten ein Fassungsvermögen von 200 bis 500 Liter. Je nach Anzahl der Bootsgäste und der Bootsgröße reicht diese Größe für ein paar Tage. Den Füllstandsanzeiger sollte man dennoch täglich kontrollieren, um für die Entleerung rechtzeitig einen Hafen anzusteuern. Am besten ist es, wenn man den Hafenmeister vorher anruft und nach der Anlegestelle für die Jauchepumpe fragt. In den meisten Binnenhäfen gibt es Schilder mit der Telefonnummer des Hafenmeisters, um überflüssige Anlegemanöver in den oft sehr engen Häfen zu vermeiden. Nebenbei kann so auch geklärt werden, ob eventuell ein Liegeplatz für die Nacht frei ist.