Radio Hamburg

Nach Streit mit Plattenlabel

Taylor Swift darf ihre alten Songs bei den AMAs performen

Der Streit zwischen Taylor Swift und ihrem alten Plattenlabel möchte einfach kein Ende nehmen - doch jetzt gibt es eine Wendung.

Es scheint als würde Taylor Swifts Karriere zur Zeit gut laufen - sie veröffentlichte einen  Remix ihres Songs "Lover" mit Shawn Mendes, mit dem sie schon immer zusammenarbeiten wollte und dann folgte die Zusammenarbeit mit Andrew Lloyd Webber für den Kinofilm "Cats", in dem sie mitspielt. Doch eine Sache überschattet Taylor Swifts Leben gerade: Ihr Streit mit ihrer alten Plattenfirma. Ex-Manager Scott Borchetta hatte das Musiklabel "Big Machine", unter dem Swift einen Großteil ihrer bisherigen Musik veröffentlicht hatte, verkauft. Taylor Swift verlor alle Rechte an ihren Songs.  Die ganze Vorgeschichte, könnt ihr euch hier noch einmal durchlesen.

Swift bittet um Mithilfe

Am 15. November postete die 29-jährige Sängerin einen Hilferuf auf ihrem  Twitter Account, in dem sie sich konkret an ihre Fans und Kollegen wendet. Sie berichtet, dass Scott Borchetta und Scooter Braun ihr bis November 2020 verbieten, ihre alten Songs zu performen oder neu aufzunehmen. Konkret geht es dabei unter anderem um Swifts Auftritt bei den American Music Awards, bei denen sie als "Künstlerin des Jahrzehnts" ausgezeichnet werden soll und ein Medley ihrer Songs performen wollte. Außerdem soll eine Doku über Taylors Leben auf Netflix erscheinen, die nun wegen des Verbots, ihre alten Songs zu verwenden, ebenfalls auf der Kippe steht. 

Laut der Sängerin würden Scott Borchetta und Scooter Braun ihr das Performen ihrer Songs überlassen, wenn sie unter anderem nicht mehr über die beiden redet. Swift möchte sich jedoch den Mund nicht verbieten lassen und wendet sich nun an ihre Fans und Kollegen. "Bitte lasst Scott Borchetta und Scooter Braun wissen, wie ihr über diese Sache denkt." fordert sie ihre Fans auf. Sie weist auch darauf hin, dass viele Künstler bei den beiden unter Vertrag stehen, die sie unterstützen könnten und bittet ihre Fans, auch diese Künstler darauf aufmerksam zu machen. Ihren ganzen Hilferuf postet die Sängerin mit den Worten "Ich weiß nicht, was ich sonst tun soll.".

Plattenlabel meldet sich zu Wort

Nach Swifts Hilferuf gab ihr ehemaliges Plattenlabel auf seiner Homepage ein Statement ab, in dem es heißt, dass die Lizenzen für die bevorstehenden American Music Awards geregelt wurden - dementsprechend darf Taylor Swift ihre Songs performen. Weiterhin heißt es, dass "Künstler keine Erlaubnis für Live-Auftritte im TV" brauchen. Außerdem sei Taylor Swift zu keinem Zeitpunkt verboten worden, bei den AMA's aufzutreten oder ihre Netflix Dokumentation zu veröffentlichen. Ob sich der öffentliche Streit zwischen Künstlerin und Plattenlabel bald klären wird, steht in den Sternen - angeblich wünscht sich Big Machine Records eine "direkte und ehrliche Unterhaltung".

Hier geht's zum Radio Hamburg Livestream!