Radio Hamburg

Donnerstag (26. März) von 9 bis 10 Uhr

Peter Tschentscher stellt sich erneut euren Fragen

Hamburg, 24.03.2020
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher

Peter Tschentscher beantwortet am 26. März erneut eure Fragen zur Corona-Krise in Hamburg.

Bereits am Samstag (21.03.) hat Bürgermeister Peter Tschentscher eure Fragen zur Corona-Krise beantwortet. Am Donnerstag (26.03.) stellt er sich erneut euren Fragen! Was wollt ihr von ihm wissen?

Unruhige Zeiten und viele Veränderungen in kurzer Zeit werfen viele Fragen auf und wahrscheinlich hat kaum jemand von uns mehr Veränderungen des alltäglichen Lebens erlebt wie in den letzten zwei Wochen. Das Coronavirus hat unser Leben in kürzester Zeit in einer Weise verändert, was noch vor wenigen Wochen schier unvorstellbar gewesen wäre. Kein Wunder, dass deshalb viele Hamburger verunsichert sind und sich fragen, wie geht es eigentlich weiter, wie gestalte ich mein Alltagsleben, was ist eigentlich noch erlaubt oder wie sind manche Maßnahmen begründet?

Bürgermeister Peter Tschentscher beantwortet erneut eure Fragen

Aus diesem Grund war Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher am Samstag (21.03.) im Interview bei Radio Hamburg zu Gast, um eure brennendsten Fragen rund um die Coronakrise zu beantworten. Zahlreiche Fragen haben uns erreicht und zu vielen konnte sich unser Bürgermeister noch nicht äußern. Deshalb steht er euch am kommenden Donnerstag (26. März) erneut eine Stunde lang Rede und Antwort. Dieses Mal per Telefon zugeschaltet, könnt ihr unseren Bürgermeister von 9 bis 10 Uhr zur Corona-Krise und den weiteren Auswirkungen in Hamburg befragen.

Schickt uns einfach eure Frage jetzt als Sprachnachricht per Whatsapp an 040 / 333 10000 und schaltet Donnerstag (26.03.2020) zwischen 9 und 10 Uhr ein

Das Interview vom 21. März zum Nachhören

"Darf ich noch umziehen?", "An wen kann ich mich wenden, wenn ich helfen möchte?", "Werden wir nach der Krise auch so entschieden gegen den Klimawandel kämpfen?" oder "Wann werden Hamsterkäufe endlich unter Strafe gestellt?", waren nur einige der unzähligen Fragen, die uns zum erste Interview in kürzester Zeit erreicht haben. 

Die wichtigsten Aussagen von Peter Tschentscher

1. Wir sind dicht vor einer Ausgangssperre. Haltet euch an die Regeln. Nur die wenigsten Wege im öffentlichen Raum sind jetzt zulässig. Parties sind leichtsinniges Verhalten. Wer gegen die Allgemeinverfügung verstößt, begeht eine Straftat.





2. Ergänzend zum Bund haben wir in Hamburg einen Schutzschirm mit Liquiditätshilfen und Zuschüssen beschlossen.  Alles, was mittelbar mit Corona zu tun hat wollen wir abfedern und denjenigen helfen, die jetzt Einbußen haben.





3. Was wir alle ertragen müssen, ist diese Unsicherheit, dass wir nicht wissen, wie lange dieser Zustand anhält. Aber wir müssen essen, trinken, atmen.





4. Nicht die Kassenärztliche Vereinigung 116 117 anrufen bei allgemeinen Fragen. Das ist das Problem: Wenn wir ein Angebot mit Telefonnummer veröffentlichen, rufen da erstmal Leute an für die das nicht gedacht ist. Deswegen ist es schwierig, solche Angebote zu machen bzw. in den ersten Tagen sind die Hotlines  immer überlastet. Besser ist es, auf dem Behördenserver die FAQs zu lesen oder eine Email zu schreiben. 





5. Es wird keine Reihenuntersuchung geben. Das führt zu nicht mehr Sicherheit. Erst nach ärztlicher Anordnung, wo der Arzt unterscheidet, ob es z.B. ein Schnupfen ist oder Corona sein könnte, wird getestet. Wenn wir alle testen würden, wäre für die wirklich Erkrankten die medizinische Kapazität nicht mehr ausreichend da. 





6. Einzelne Bürger nehmen die Lage nicht ernst, aber die meisten doch. Wir müssen alle schützen, deshalb gilt es, die Regeln zu beachten und Abstand zu halten.





7. Wenn eine Ausgangssperre kommt (aber noch haben wir sie nicht) gibt es sehr sehr klare Regeln, deren Einhaltung wir kontrollieren. Wenn wir das haben, müssen wir konsequent sein. Besonders wichtig ist aber, dass der Lieferverkehr durchkommt. 





8. Wir haben keinen Versorgungsnotstand. Der Mangel an Klopapier ist eine Besonderheit in Deutschland. Ich gehe davon aus, dass bald alle Regale wieder aufgefüllt sein werden.





9. Ich bin in erster Linie Bürgermeister, habe seit 9 Jahren Regierungsverantwortung. Aber natürlich denke ich auch ein Stück weit als Arzt über diese Dinge. Wenn man aus der Branche kommt, hat man einen Vorteil, dass man schneller versteht.





10. Wir haben jetzt drastische Maßnahmen ergriffen, damit wir möglichst bald wieder zum normalen Zustand zurück kehren können. Ich bin täglich in Pressekonferenzen und Interviews. Im Hintergrund gibt es viele Konferenzen, aber genau so wichtig ist die öffentliche Kommunikation. Ich werde auch weiterhin Video-Botschaften veröffentlichen. 





Solltet ihr das etwa 40-minütige Interview verpasst haben, dann könnt ihr euch das komplette, ungeschnittene Interview hier noch einmal anhören. 

Bürgermeister Peter Tschentscher bei Radio Hamburg im Interview

Sollte sich das Interview bei euch aus technischen Gründen nicht abspielen lassen, findet ihr das Interview natürlich auch in unserem Nachrichtenpodcast!

Alles zur Coronakrise bei Radio Hamburg

Alle weiteren Entwicklungen, aktuelle News und Expertenstimmen hört ihr natürlich auch immer in unserem Live-Programm, in unserem Nachrichtenpodcast oder in unserem Online-Liveticker. Klickt, schaut und hört doch mal rein!