Radio Hamburg

Schlechtere Qualität zu erwarten

Netflix bregrenzt Datenübermittlung in Europa

Netflix auf Tablet mit Popcorn

Netflix drosselt in Europa die Datenübermittlung runter. 

Weil das europäische Netz durch die neue Home Office Situation überlastet ist, zieht der Streaming-Dienst Netflix nun Konsequenzen. 

Das Coronavirus zwingt die einen zur Heimarbeit, andere zur Kurzarbeit und wieder andere zur Arbeitslosigkeit. Doch was alle drei gemeinsam haben: Man bleibt Zuhause und der private Internetanschluss hat auf einmal viel mehr zu arbeiten, als vorher. Das Aufkommen könne man stemmen, heißt es von den Internet-Anbietern. Die Faceboook-Besucherbeiträge der deutschen Anbieter sagt da etwas anderes. Um das gesamte europäische Netz also nun ein wenig zu entlasten, gibt es erste Maßnahmen vom Streaming-Dienst Netflix. 

Maßnahme gilt für 30 Tage

Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Sky sind in Zeiten der Einkesselung unsere besten Freunde. Einmal auf die Couch gehauen und schon kann das Home-Entertainment losgehen. Am liebsten natürlich in höchst-möglicher Auflösung. Doch das wird bei Netflix in Europa für die kommenden 30 Tage nicht mehr möglich sein. 

Weiterhin "gute Qualität"

EU-Kommissar Thierry Breton hatte einen Aufruf gestartet und war mit Netflix bereits in Verhandlungen, die Datenübermittlung zu drosseln und somit weniger Datenverkehr zu verursachen. Letztendlich hat sich der Marktführer darauf eingelassen, wolle aber weiterhin garantieren, dass User die Angebote in "guter Qualität" schauen könnten. 

Datenverbrauch einsparen

Bis zu 25 Prozent Datenmengenverbrauch könne durch diese Maßnahme eingespart werden. Denn, guckt ein User in HD, dann wird eine Datengeschwindigkeit von fünf Megabit pro Sekunde empfohlen. Bei SD sind es nur drei. Für Ultra-HD, welches nicht in den Standard-Tarifmodellen angeboten wird, sondern ausschließlich in den teureren, benötige man sogar 25 Megabit pro Sekunde für ein makelloses Bild. 

Alle User sollen nun auf SD heruntergerasselt werden. Ob dies auch Auswirkungen auf die Beitragszahlungen hat, ist noch nicht bekannt.