Radio Hamburg

Heute in neun Monaten

Steigt die Geburten- oder die Scheidungsrate stärker?

Hamburg, 17.03.2020
Ehe Krise Paar Langeweile Sofa

Fluch oder Segen: Was macht das Zuhausebleiben mit deutschen Paaren? Eher Scheidung oder eher die schönsten Neuigkeiten der Welt?

Wie schätzt ihr die Lage ein: Kuscheln wir uns in dieser besonderen Zeit eher ein oder führt das "Aufeinanderhocken" zu häufigeren Konflikten?

Die allermeisten von uns sind aktuell wohl mehr als 90% des Tages zu Hause. Sicher werden alle von uns auch schon festgestellt haben, dass diese Ausnahmesituation ihr Für und Wider hat, denn schließlich ist es einerseits schön, seiner Familie nah sein zu können und viel mehr Zeit mit seinen Liebsten zu haben. Aber andererseits... so gar nicht mehr weg können, außer vielleicht ab und zu zum Einkaufen? Was macht das mit unserem Gemüt? Einige Paare befürchten mittelfristig Ausprägungen einer Art Lagerkoller, wodurch aus Streits um Nichtigkeiten plötzlich schwerere Ehekrisen resultieren können.

Das Genervtsein von der Gesamtsituation, das Gefühl eines Freiheitsentzuges, der fehlende Ausgleich, sich zur Beruhigung auch kaum noch aus dem Weg gehen zu können, oder sei es auch nur der zwangsläufig etwas genauere Blick auf vermeintliche Kleinigkeiten im Haushalt,... all das kann zu Spannungen im Beziehungsalltag beitragen, die leider in manchen Fällen letztlich an den Grundfesten der Partnerschaft beginnen zu rütteln. Plötzlich scheint man nur noch die schlechten Seiten am anderen sehen und besser kennen lernen zu können und die Krise schaukelt sich zu einer ganz privaten auf.

Oder das genaue Gegenteil!

Der exakte Gegenentwurf zu diesem Negativ-Szenario ist zum Glück natürlich genau so denkbar! Weitestgehend zu Hause bleiben zu müssen entschleunigt unser Leben. Die Wenigsten werden ein stressigeres Leben haben als vorher. Wer seine Wohnung nicht allein bewohnt, wird viel mehr gemeinsam tun, als das bisher Alltag war.

Paare können sich nicht nur physisch, sondern auch emotional durch die Lage wieder sehr viel näher kommen, sich auf sich besinnen, nehmen sich eher die Zeit, über ihr Zusammensein im Positiven zu sprechen, Zukunftspläne zu machen und das Dasein des anderen trotz aller Schwierigkeiten "von außen" mehr denn je zu genießen, vielleicht auch alltagsbedingten, partnerschaftlichen Nachholbedarf aufzuholen. Wer bereits ein Kind hat, kommt viel besser dazu, die Familienzeit und das Schöne am Elternsein zu genießen, wofür sonst häufig nur am Wochenende genug Gelegenheit war. In dieser Situation könnte die Familienplanung doch auch nochmal ganz konkret in die Umsetzung gehen - oder?

Wie schätzt ihr das ein?

Wir wollen deshalb von euch wissen: Wird Ende des Jahres die Scheidungsrate oder die Geburtenrate in Deutschland stärker angestiegen sein? Welche Folge des Zuhausebleibens scheint euch wahrscheinlicher - oder hält es sich vielleicht auch die Waage, so dass entweder alles bleibt wie gehabt oder beides gleichmäßig steigt? Wir sind gespannt auf euer Bauchgefühl! Einfach abstimmen!