Radio Hamburg

Produkte aus der Höhle der Löwen

Math42 macht Millionen, Veluvia failt?

Hamburg, 24.10.2017
RHH - Expired Image

Maxim (links) und Raphael (rechts) Nitsche entwickelten eine Mathe-App und verkauften sie zu einem beachtlichen Preis.

Die vorgestellten Produkte bei "Die Höhle der Löwen" sind vielfältig. Nahrungsergänzungsmittel betrügen den Kunden und junge Mathe-App Gründer werden Millionäre.

Investieren in Start-Up's

Kreative Köpfe stellen sich und ihre selbst kreierten Produkte oder Ideen der Jury vor. Die Jury besteht aus erfolgreichen Investoren, die die Teilnehmer für ihr Produkt zu begeistern versuchen, damit sie finanzielle Unterstützung für ihr Start-Up erhalten. Doch hält wirklich jedes noch so hoch von den „Erfindern“ angepriesene Produkt, das was es verspricht?

Innovativ und einzigartig heißt nicht gleichzeitig gut!

Bestes Beispiel: „Veluvia“ – so lautet der Name eines Bio- Nahrungsergänzungsmittels, welches der Jury von Jörn-Marc Vogler präsentiert wurde. Das Produkt soll mit zwei eingenommenen Kapseln am Tag dem Körper ausreichend Obst und Gemüse liefern – ganz ohne jegliche Zusatzstoffe. Nun allerdings berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg, dass die enthaltenen Nährstoffe deutlich geringer sind als der Hersteller angibt. Die Verbraucherzentrale untersuchte das Produkt genau und stößt auf Werte die zeigen, dass beispielsweise das enthaltene Erdbeer- und Brokkolipulver höchstens einem Drittel einer Erdbeere und eines Brokkolis pro Monat entsprechen. Das ist recht wenig, wenn man bedenkt, dass eine Packung nur 60 Kapseln erhält, die nur für einen Monat reichen und der Kaufpreis beim Hersteller rund 40€ beträgt.

Mathe-App Entwickler machen hingegen Millionen

Die jungen Gründer Raphael und Maxim Nitsche haben den „Löwen“ hingegen ein Produkt vorgestellt, bei dem das Ganze etwas anders verlief. Sie entwickelten die Mathe-App „Math 42", die besonders Schülern und Studenten beim Verstehen von Matheaufgaben helfen soll, indem sie den kompletten Rechnungsweg bis hin zum Ergebnis ausführlich erklärt. Die Investoren konnten sie nicht begeistern, jedoch kaufte das US-Unternehmen Chegg im Oktober 2017 die App für sage und schreibe 12,5 Millionen Euro.
Mit knapp über 20 Jahren machen sich die beiden ohne die Hilfe der Investoren zu Selfmade-Millionären.

Es zeigt sich also, dass man den Produkten und Ideen, die bei „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und angepriesen werden, nicht direkt Glauben schenken muss. Da es wie man sieht teilweise gute aber auch weniger gute und vertrauensvolle Produkte sind.

Lest auch: Höhle der Löwen 2017: Das sind die Deals & Produkte aus der Show

Bei VOX wird wieder gebrüllt! In der Investor-Show "Die Höhle der Löwen" stellen sich jede Woche spanne ...