Radio Hamburg

Übermäßiger Zuckergehalt

Gibts bald die Zuckersteuer in Deutschland?

Hamburg, 05.04.2018
Zucker, Getränk

Versteckter Zucker und die damit verbundenen Probleme. Wäre die Zuckersteuer eine Lösung?

Nachdem ab April auch in England eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Getränke eingeführt wird, starten auch in Deutschland heiße Diskussionen.

Es ist in jedem Unterbewusstsein verankert, dass nicht nur in Cola übermäßig viel Zucker steckt. Auch in anderen Limonadengetränken wie der Apfelschorle finden wir das weiße Pulver in Massen, auch wenn häufig auf einen niedrigen Zuckergehalt hingewiesen wird.

Kann die Zuckersteuer helfen? 

Da Süßgetränke einige ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes, Karies aber vor allem Übergewicht fördern, wird diskutiert, ob eine Zuckersteuer diese häufigen Probleme ein wenig einschränken könnte. Demnach müssten Hersteller ab einem bestimmten Zuckergehalt eine Abgabe auf ihre Produkte bezahlen. In Belgien, Frankreich, Irland und Mexiko gibt es bereits eine solche Steuer.

Was hat sich in England geändert? 

Schon vor der Einführung der Getränkesteuer in Großbritannien haben einige Getränkehersteller den Zuckergehalt in ihren Getränken stark gesenkt. Coca Cola reduzierte die Zuckermenge in Fanta und Sprite, aber auch andere Hersteller wie Orangina oder Nestlé haben schon Änderungen vorgenommen.

Zwar müssen die Getränkehersteller die Zuckersteuer bezahlen, doch in wie weit wird sich tatsächlich etwas ändern? 

Wie sieht es derzeit in Deutschland aus?

Der Verein foodwatch e.V. forderte die Ernährungsministerin und den Finanzminister auf, in Deutschland ebenso eine Abgabe der Hersteller auf die übersüßten Getränke einzuführen, und dafür die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse abzuschaffen. Ob die drastisch steigenden Zahlen an Personen mit Übergewicht und Fettleibigkeit dadurch zurückgehen ist die Frage.

Teilt uns Eure Meinung auf der Radio Hamburg Facebook-Seite mit!