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Umfangreiche Sanierung

Ab Sommer 2019 mehrere ICE-Strecken gesperrt

Baustelle auf Bahngleisen

Wegen Sanierungsarbeiten werden einige ICE-Strecken kommenden Sommer gesperrt. Auch die Strecke Hamburg-Frankfurt ist davon betroffen. 

Auf die Bahnreisenden kommen in den nächsten Jahren monatelange Vollsperrungen von ICE-Routen zu. Die Deutsche Bahn erneuert die 27 Jahre alten Schnellfahrtstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart grundlegend. Auch die Strecke Hamburg-Frankfurt ist von den umfangreichen Sanierungsarbeiten betroffen. 

Fahrzeiten bis 45 Minuten verlängert

Das allgemeine Sanierungsprojekt behindert den bundesweiten Zugverkehr in Etappen bis ins Jahr 2023. Zahlreiche Fernzüge müssen umgeleitet werden, die Fahrzeiten zwischen den betroffenen Städten verlängern sich während der Bauarbeiten um 30 bis 45 Minuten. Als erstes wird 2019 der Abschnitt Hannover-Göttingen sechs Monate lang gesperrt - vom 11. Juni bis 14. Dezember. Es folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen. Dann kommt im Jahr 2022 die Trasse Fulda-Würzburg dran und schließlich 2023 der Gleisstrang Kassel nach Fulda. 

Übliche regelmäßige Instandhaltung reicht nicht mehr

Die Bahn warb um Verständnis für die Serie von Großbaustellen. Sie sei unvermeidbar. Die beiden ICE-Strecken seien seit ihrer Eröffnung 1991 im Dauerbetrieb. Auf der 327 Kilometer langen Trasse zwischen Hannover und Würzburg fahren täglich 110 Fernzügen mit rund 42.000 Reisenden durch Niedersachsen, Hessen und Bayern. Noch höher ist die Belastung auf de 99 Kilometern von Mannheim nach Stuttgart: Dort verkehren jeden Tag 185 Fernzüge mit 66.000 Fahrgästen. Die übliche regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus, heißt es bei der Bahn. 

Mehrere Kreuzungs-Strecken betroffen

Bei den Bauarbeiten werden Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik erneuert. Auch alle Fahrgäste, deren Verbindungen über die gesperrten Strecken fahren, werden länger unterwegs sein. Zu diesen Routen gehören zum Beispiel Hamburg-Frankfurt , Berlin-Frankfurt, Frankfurt-München. Weil auf den Umleitungsstrecken weniger Züge Platz haben, können dort auch weniger ICE und Intercitys eingesetzt werden als sonst üblich. Die Bahn will Inhaber von Zeitkarten und der Bahncard 100, die zu Fahrten auf dem gesamten Netz berechtigt, finanziell entschädigen. In welchem Umfang das geschieht, stehe noch nicht fest. 

(dpa/pgo)