Radio Hamburg

Mehr Rente und Kindergeld

Das ändert sich zum 1. Juli

Hamburg, 01.07.2019
Kalender mit dem 1. Juli

Mit dem Monatswechsel treten zum 1. Juli mehrere Änderungen in Kraft. Was sich genau für euch verändert, erfahrt ihr hier!

Wie so oft treten zum Monatswechsel zahlreiche neue Gesetze in Kraft. Am Montag (01.07.) gibt es unter anderem für Familien und Rentner wichtige Änderungen. Aber auch sonst solltet ihr einen Blick auf die neuen Gesetze und Veränderungen werfen.

Mehr Geld für Rentner und Familien

Ab dem 01. Juli haben Rentner und Eltern mehr Geld im Portemonnaie. Für die 21 Millionen Pensionäre in der Republik steigen die Renten im Westen um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent. Das Kindergeld steigt um 10 Euro pro Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann monatlich 204 Euro. Für das dritte Kind fallen 210 Euro an und ab dem vierten Kind jeweils 235 Euro pro Monat. 

Post erhöht das Porto

Deutlich teurer wird es hingegen bei der Post. Seit Montag (01.07.) kostet ein Standardbrief 80 Cent und damit 10 Cent mehr als bisher. Auch andere Sendungsarten wurden teurer. Für eine Postkarte werden 60 Cent fällig statt bislang 45 Cent. Kompaktbriefe kommen zukünftig auf 95 statt bisher 85 Cent. Großbriefe kosten ab sofort 1,55 Euro statt 1,45 Euro und Maxibriefe 2,70 Euro statt 2,60 Euro.

In den Filialen gibt es seit dem 01. Juli damit auch neue Briefmarken. Alte Marken können jedoch weiter verwendet werden, je nach Sendungsart muss man aber zusätzliche Wertzeichen aufkleben. Zuletzt hatte die Post 2016 mit den Briefversand-Preisen angezogen. Begründet wurde die Erhöhung mit sinkenden Briefmengen in Zeiten der Digitalisierung und zugleich steigenden Personalkosten.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Ab sofort haben die Deutschen auch mehr Zeit für ihre Steuererklärung. Die Frist für die Abgabe der Erklärung für das Jahr 2018 wurde um zwei Monate verlängert. Sie liegt damit nun nicht mehr auf dem 31 Mai, sondern auf dem 31. Juli 2019. Aber Achtung: Mit der Verlängerung kommen auch härtere Regeln für Verspätungen. Für jeden Monat, den man die Erklärung verspätet abgibt, fallen mindestens 25 Euro an. 

Mehr Lohn für Midijobber

Verdient man zwischen 450 und 850 Euro gilt man als sogenannter Midijobber und genießt damit gewisse steuerliche Vorteile. Zum 1. Juli wird die Obergrenze kräftig angehoben. Midijobber können dann bis zu 1.300 Euro brutto verdienen. Es fallen bis zu dieser Grenze dann zum Beispiel nur reduzierte Sozialversicherungsbeiträge an. Zudem zahlen Midijobber zukünftig voll in die Rentenkassen an und müssen nicht mehr selbst aufstocken, um später die volle Rente ausbezahlt zu bekommen.

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