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Teure Weihnachtsgeschenke

Abzocke im Online-Weihnachtsgeschäft

Hamburg, 19.12.2017
Laptop, Zugriff, Missbrauch

So genannte Bots lassen einen gerne fast 50 Prozent Aufschlag aufs Weihnachtsgeschenk zahlen. Was sind eigentlich Bots?

Weihnachtliche Vorfreude

Nochmal eben schnell die letzten Weihnachtsgeschenke über das Internet bestellen? Bietet sich aus Einfachheit und wegen der billigen Angebote ja an. Noch nie war es bequemer das Spielzeugauto für den Sohn oder die neuen Nikes für den Partner zu bestellen. Verfänglich! Schwarze Schafe im Internet haben sich den Konsumwahnsinn zu Weihnachten zur eigenen Finanzspritze gemacht.

Raffinierte Bots

So genannte „Bots“ sorgen dafür, dass die Preise auf dem Online-Markt rapide ansteigen. Bei Bots handelt es sich um Computerprogramme, die automatisch Anweisungen folgen. Bei Instagram kennt man diese „Bots“ zum Beispiel als Kommentar-Phänomen. Wenn mal wieder jemand unter euer Foto kommentiert: Awesome! - Dann steckt dort meist ein Computerprogramm hinter, dass auf das eigene Profil aufmerksam machen will.

So funktioniert die Abzocke

So funktionieren auch die Bots zum Weihnachtsgeschäft. Völlig automatisch sucht sich das Computersystem die beliebtesten Artikel zu den niedrigsten Preisen. Zeitgleich werden diese Artikel auf einer anderen Website von dem Zwischenhändler angeboten. Der Zwischenhändler bietet die Artikel also zu einem teureren Preis auf z.B. ebay an. Der Käufer kauft beim Zwischenhändler, welcher den Artikel für den günstigsten Preis beim ursprünglichen Anbieter kauft. Damit der Schwindel nicht auffliegt, gibt der Zwischenhändler die Lieferadresse des Käufers beim Original-Verkäufer an. Das erschwert eine Nachverfolgung des Zwischenhändlers, da sein Sitz nicht offensichtlich ist.

Gravitrax

Das Trendspielzeug in diesem Winter ist Gravitrax  von Ravensberger. Bei diesem Spiel handelt es sich um eine Kugelbahn, die Wissen über Gravitation vermitteln soll. Wo Spaß und Freude im Mittelpunkt stehen sollten, wittern eiserne Zwischenhändler das Geschäft und Nutzen den guten Willen der Eltern, ihr Kind glücklich zu machen, aus. Die interaktive Kugelbahn ist in Läden restlos ausverkauft und im Internet zum empfohlenen Preis, kaum noch zu bekommen. 

Kann man sich vor teuren Zwischenhändlern schützen?

Zum einen, in dem man immer darauf achtet, beim originalen Anbieter der Marke einzukaufen. Sind die Artikel vergriffen, lohnt es sich den Artikel vorzumerken. Manchmal hilft es auch in den Laden selbst zu gehen und zu fragen, ob die Verkäufer den Artikel in den Laden bestellen können. Wer bis Weihnachten keine Zeit hat und sein Kind nicht traurig sehen will, kann natürlich auch ein bisschen mehr Geld ausgeben und trotzdem in die Bots-Falle tappen.