Radio Hamburg

#HowIWillChange

Weitere Reaktionen auf den Weinstein-Skandal

Weltweit, 23.10.2017
Harvey Weinstein

#HowIWillChange ist die Reaktion der Männerwelt auf die zahlreichen #MeToo-Tweets und die Geschichten, die hinter ihnen stehen. 

Nachdem bekannt wurde, dass Harvey Weinstein seit mehreren Jahren vor allem junge Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt hat, waren die Auswirkungen auf Twitter enorm. Angefangen hat es mit einem Tweet der Schauspielerin Alyssa Milano, auf welchen sich etliche Frauen mit dem Hashtag #metoo dazu bekannt haben, auch Opfer eines sexuellen Übergriffs gewesen zu sein.  

#HowIWillChange

Die Idee stammt von einem australischen Comedian namens Benjamin Law. Er wollte mit seinem Tweet und dem Hashtag die Männer dazu auffordern die Initiative zu ergreifen, ihr Verhalten gegenüber Frauen zu reflektieren und in wenigen Worten zu schreiben, wie sie sich in Zukunft anders verhalten wollen. Viele Männer haben zugegeben, dass sie nichts unternommen haben, wenn sie mitbekamen, dass eine Frau sexuell belästigt wurde oder sexistische Bemerkungen gemacht wurden und dass sich dies nun ändern soll. Auch Schauspieler Mark Ruffalo äußerte sich zu dem Hashtag und schrieb auf Twitter, er werde nie wieder einer Frau hinterherpfeifen, denn er habe verstanden, dass dies kein Kompliment ist. Nach kurzer Zeit wurde #HowIWillChange erst in Australien und dann auch in der restlichen Welt viral.

Weitere Reaktionen zu Harvey Weinstein

Die Amazon Studios haben bereits mehrere Film-und Serienprojekte mit Harvey Weinstein abgesagt. Auch Channing Tatum nimmt nun Abstand von der Weinstein Company und wird für den Film "Forgive Me Leonard Peacock" nicht vor der Kamera stehen. Der Regisseur Kevin Smith war vierzehn Jahre lang Teil der Weinstein Company und an seinen ersten Filmen war Harvey Weinstein beteiligt. Bei Twitter schrieb er, dass er sich dafür schäme über so eine lange Zeit Geld verdient zu haben, während andere dafür leiden mussten und versprochen, die Einnahmen, die er immer noch mit den Filmen macht, an die Organisation "Women in Film" zu spenden.

Neuigkeiten im Weinstein-Skandal

Nachdem bereits in London und New York die Ermittlungen eingeleitet wurden, hat die Polizei von Los Angeles nun bekannt gemacht, dass auch sie gegen den Filmproduzenten ermitteln werden. Ausschlaggebend war dafür die Aussage einer Schauspielerin aus Italien, die angegeben hat, dass Weinstein sie in einem Hotel in Beverly Hills vergewaltigt haben soll. 

(jpi)

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