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Radio Hamburg

Wann hört das auf?

Nächste große Panne bei Facebook

Menlo Park, 08.06.2018
Facebook

Kaum ist der erste Skandal passiert, folgt ein zweiter: Facebook hat durch einen Fehler die Inhalte von Millionen Nutzern öffentlich gemacht. 

Wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica steht Facebook mächtig unter Druck. Doch das hält sie anscheinend nicht davon ab, weitere Fehler zu machen. Denn ausgerechnet während dieser Zeit unterlief dem Online-Netzwerk ein Fehler, durch den Inhalte von Millionen Nutzern öffentlich geworden sein könnten. 

Eine Panne nach der anderen

Durch eine Datenschutz-Panne von Facebook haben mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise unwissentlich mit der ganzen Welt geteilt - statt nur mit Freunden. Dem Online-Netzwerk zufolge könnten 14 Millionen Mitglieder betroffen sein, wie es selbst mitteilte. Der Software-Fehler wurde im Mai nach zehn Tagen behoben. Die Panne unterlief Facebook zu einem Zeitpunkt, als es versuchte, das Vertrauen von Nutzern und Politik nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zurückzugewinnen. 

Der Fehler passierte bei der Arbeit an einer neuen Funktion, wie Facebook in der Nacht zu Freitag (08.06.) erläuterte. Nutzer können bei jedem Beitrag auswählen, ob er nur für Freunde, oder auch für Freunde von Freunden - oder alle Facebook-User zu sehen sein soll. Dabei wird die letzte automatisch für den nächsten neuen Beitrag übernommen. 

System schaltete Einstellungen um

Eine neue Funktion für das Teilen von Profil-Inhalten hätte diese Voreinstellung eigentlich nicht beeinflussen dürfen, weil es dabei grundsätzlich um Dinge geht, die man öffentlich zeigen will. Dennoch schaltete das System die Privatsphäre-Einstellungen auch beim nächsten regulären Facebook-Post im Hintergrund auf "alle" um. Die Nutzer könnten aber davon ausgegangen sein, dass die Beiträge wie gewohnt - und zuvor eingestellt - nur in einem engeren Kreis geteilt werden - denn sie selbst hatten ja nichts geändert. 

Nun informiert Facebook zur Sicherheit Mitglieder, die in dieser Zeit für alle sichtbare Beiträge veröffentlicht haben. Datenschutz-Chefin Erin Egan betonte, Facebook versuche, nach der Kritik am Umgang mit dem Datenabfluss an Cambridge Analytica transparenter über den Fehler zu informieren. 

Weitere Informationen dazu gibts auch in unserem Nachrichten-Podcast.  

(dpa/pgo)