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Fotografieren verboten!

Diese Sehenswürdigkeiten dürfen nicht fotografiert werden

Blue Port Hamburg

Der Blue Port am Hamburger Hafen ist noch bis 15. September 2019 zu bestaunen. 

Zur Zeit kann man in Hamburg den "Blue Port" bewundern. Viele greifen dann zu ihren Smartphones, um ein Foto zu machen. Doch erlaubt ist das eigentlich nicht.

Man kennt es: Man geht auf Reisen, entdeckt eine schöne Sehenswürdigkeit und knipst ein Foto. Allerdings ist das gar nicht immer erlaubt! 

Fotos vom Blue Port in Hamburg

Vom 06. bis 15. September 2019 kann man den Blue Port am Hamburger Hafen betrachten. Lichtkünstler Michael Batz installierte die blauen Lichter rund um den Hafen und erschuf damit einen echten Hingucker. Viele fotografierten den blau leuchtenden Hafen und veröffentlichten die Bilder auf ihren Social Media Kanälen. Erlaubt ist das jedoch eigentlich nicht. 

Die Lichtinstallation gilt als Kunstwerk und ist damit urheberrechtlich geschützt. Sobald Bilder auf Social Media Plattformen hochgeladen werden, werden automatisch Teile der Rechte an diese abgetreten - und das möchte Lichtkünstler Michael Batz verständlicherweise nicht. Solange die Bilder privat und nicht kommerziell geschossen und hochgeladen werden, ist das Fotografieren des Blue Ports jetzt aber erlaubt. 

Hier sind Fotos nicht erlaubt

Beschäftigt man sich etwas genauer mit dem Thema, findet man erstaunlich viele Sehenswürdigkeiten, die man bisher selbstverständlich fotografiert und veröffentlicht hat. Wir haben für euch eine Auswahl an berühmten Dingen herausgesucht, die ihr eigentlich nicht fotografieren und veröffentlichen dürft.

Sehenswürdigkeiten, die nicht fotografiert werden dürfen

Das Atomium

Fotografieren Besucher das Atomium in Brüssel, drohen ihnen zumeist keine Aufforderungen der Unterlassung, sofern sie die Bilder privat nutzen. Eine kommerzielle Verbreitung ist noch auf lange Sicht urheberrechtlich geschützt.





Der Eiffelturm

Fotos des beleuchteten Eiffelturms bei Nacht auf Instagram & Co zu posten ist verboten, da die Lichtshow des Eiffelturms urheberrechtlich geschützt ist. Bilder vom Eiffelturm bei Tag hingegen sind kein Problem, da der Erbauer des Turmes (Gustave Eiffel) schon länger als 70 Jahre tot ist. Aber: bis heute gibt es diesbezüglich kein einziges verbrieftes Gerichtsurteil.





Schlösser in Deutschland

Grundsätzlich gilt in Deutschland für Schlösser die Panoramafreiheit. Wenn man ein Schloss von einer öffentlichen Straße fotografiert, ist eine Veröffentlichung kein Problem. Die meisten Schlösser sind jedoch von großen Schlossparks und Gärten umgeben, die nicht als öffentlicher Raum gelten.





Sixtinische Kapelle im Vatikan

An der Wand hängt die Berühmte „Erschaffung Adams“. Wer hier ein Bild macht, wird rausgeschmissen und eventuell wird sogar die Kamera oder das Handy beschlagnahmt.





Westminster Abbey in London

Besucher dürfen drinnen keine Fotos machen. Sie sollen lieber die Schönheit der Kirche live erleben und sie nicht durch ihr Handy bewundern. 





Die Panoramafreiheit

Wenn Fotos eigentlich urheberrechtlich geschützt sind, dürfen sie trotzdem veröffentlicht und vermarktet werden, wenn die Fotos von öffentlichen Wegen aus gemacht werden und sich bleibend an dem Ort befinden, an dem der Gegenstand fotografiert wurde. Aber was zählt als öffentlicher Weg oder Raum? Alle Orte, die ohne Zutrittsbeschränkung zugänglich sind, gelten als öffentlich. Sobald man Eintritt bezahlen oder durch ein Tor oder eine Schranke gehen muss, ist es kein öffentlicher Raum mehr.

Was darf denn nun veröffentlicht werden?

Grundsätzlich dürfen bleibende Werke im öffentlichen Raum auch ohne Einverständnis des Urhebers veröffentlicht und vermarktet werden. Der Blue Port zum Beispiel ist nur ein paar Tage da, also kein bleibendes Werk. Etwas anderes ist es übrigens, sobald ihr ein Gebäude betretet. In Museen, Schlössern etc. gilt das Hausrecht, das heißt, ihr müsst einfach darauf achten, was euch erlaubt wird und was nicht. Häufig sind zum Beispiel Videoaufnahmen in Museen nicht erlaubt, Fotos jedoch schon. Das ist jedoch von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich. 

Hier geht es zum Radio Hamburg Livestream!

(nla)