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Radio Hamburg

Rund ein Dutzend Flüge in Hamburg betroffen

Streik bei Ryanair

Frankfurt/Main, 09.08.2018
Ryanair, Flughafen, Pressebild

Am Freitag fallen rund ein Dutzend Ryanair Flüge von und nach Hamburg aus.

Mitten in der Urlaubszeit spitzt sich beim Billigflieger Ryanair der Tarifkonflikt mit den Piloten zu. Die streiken am Freitag in vier Ländern. Passagiere in Deutschland sind besonders betroffen.

Ryanair-Passagiere müssen sich wegen eines Pilotenstreiks auf massive Flugausfälle und Verspätungen gefasst machen. Die Airline hat für diesen Freitag europaweit rund 400 Flüge abgesagt, von denen 250 auf Deutschland entfallen. In Hamburg fallen rund ein Dutzend Flüge aus. Rund 55.000 Kunden müssten umbuchen oder sich ihre Tickets erstatten lassen, erklärte Ryanair-Marketing-Chef Kenny Jacobs am Mittwoch in Frankfurt. Die Betroffenen sollten per E-Mail oder SMS individuell benachrichtigt werden.

24-Stunden Streik angekündigt

Zuvor hatte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) alle angestellten Piloten an den deutschen Ryanair-Basen für den 10. August zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Dieser soll am Freitag um 03.01 Uhr beginnen und bis Samstagfrüh dauern. Die VC schloss sich damit den bereits zuvor angekündigten Ausständen ihrer Kollegen in Irland, Schweden und Belgien an. Ryanair strich daraufhin nahezu das komplette Programm, das am Freitag mit den in Deutschland stationierten Maschinen geplant war.

Nicht alle Flüge fallen aus

Eine Ausnahme ist der Flughafen Baden-Baden mit einem guten Dutzend Flügen, zu denen sich die dortigen Piloten bereit erklärt hätten. Es seien auch nicht sämtliche Flüge von und nach Deutschland abgesagt, machte Jacobs klar. Stammten Jet und Crew beispielsweise aus dem nicht bestreikten Spanien, werde der Flug wie geplant stattfinden: "Mit rund 2000 Verbindungen wird Ryanair auch am Freitag die größte europäische Airline sein." Etwa jeder dritte deutsche Kunde könne seinen Flug antreten, meinte Betriebschef Peter Bellew. Jacobs kritisierte die VC scharf dafür, dass sie ihren Streik nicht sieben Tage zuvor angekündigt hatte. "Eine Frist von 40 Stunden mitten im August führt nur dazu, den Urlaub unschuldiger Familien zu zerstören." Er gehe davon aus, dass der Flugbetrieb am Samstag wieder normal laufe.

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(dpa / ste)