Radio Hamburg

Forschungstaucher gibt Einblicke

Dramatische Höhlenrettung in Thailand

Thailand, 09.07.2018
Thailand, Höhlendrama, Rettung, Taucher, Picture Alliance

Zahlreiche Spezialtaucher versuchen die Kinder aus der Höhle zu retten.

Unter welchen Belastungen und Bedingungen arbeiten die Höhlentaucher in Thailand? Dr. Florian Huber ist Forschungstaucher und stand unserem Morning-Show Team Rede und Antwort.

Das Höhlendrama in Thailand wird sich möglicherweise noch weiter in die Länge ziehen. Nach der glücklichen Rettung der ersten vier Jungen aus 15 Tagen Gefangenschaft machte sich ein Team von Spezialtauchern am Montag für weitere Einsätze bereit. Der Beginn zögerte sich jedoch hinaus, ohne dass dafür Gründe bekannt wurden. Insgesamt sind noch acht Spieler der jugendlichen Fußballmannschaft und ihr Trainer in der Höhle. Weil schwere Regenfälle drohen, ist der Einsatz auch ein Wettlauf gegen die Uhr.

Vier Kinder sind gerettet

Dem internationalen Taucherteam war es am Sonntag mit einer spektakulären Rettungsaktion gelungen, die ersten vier Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren herauszubekommen. Die Kinder werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt, etwa 50 Kilometer von der Höhle entfernt. Noch am Montag sollten sie ersten Besuch von ihren Familien bekommen dürfen. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben der Behörden zufriedenstellend.

Extreme Bedingungen für die Rettungskräfte

Die Rettung der Jugendmannschaft, die in etwa vier Kilometern Tiefe festsitzt, gilt als äußerst gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg hinaus extrem eng. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Jeweils zwei Retter nehmen die Jungen ins Schlepptau. Die Kinder sind alle mit Taucherbrille ausgerüstet und werden von den Männern mit Sauerstoff versorgt. Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern.

Forschungstaucher gibt Einblicke im Podcast

Wie fühlen sich die Taucher, die um das Leben der Kinder kämpfen? Wie geht man in so einer Extremsituation um? Einer, der ein bisschen was zu dem Einsatz sagen kann, ist Unterwasserarchäologe Dr. Florian Huber. Er leitet Forschungstaucheinsätze für Wissenschaft und Medien und hat unter anderem vier Jahre Forschungsarbeiten in Wassergefüllten Höhlen der Halbinsel Yucatán geleitet. Bei John Ment und Birgit Hahn hat er am Montagmorgen erzählt, wie Taucher mit solchen Situationen umgehen. Das Interview hört ihr jetzt noch einmal im Best of Morning-Show Podcast.

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