Radio Hamburg

CSU will Strafsteuer für Billigflüge

Wie ihr trotzdem günstig und umweltfreundlich fliegt

Ryanair, Flug, Pressebild

Die CSU will die Strafsteuer auf Billigflüge. Was unsere Moderatorin Birgit Hahn davon hält und was ihre Lösung ist, erfahrt ihr hier! 

Für 9,90 Euro nach Mallorca fliegen? Die CSU-Landesgruppe würde Billigflieger gerne mit einer «Kampfpreis-Steuer» verteuern. Unsere Morning-Show Moderatorin Birgit Hahn findet den Vorschlag super. Was die einen loben, sorgt in der Münchner Parteizentrale für Ärger. Aber Birgit hat für euch die ultimative Idee wie ihr trotzdem günstig zum Ziel kommt! 

Strafsteuer auf Billigflüge 

Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden hat die CSU-Spitze die von ihrer Landesgruppe im Bundestag vorgeschlagene Strafsteuer auf Billigflüge in Europa wieder einkassiert. «Dies ist kein abgestimmter Vorschlag der CSU. Generell gilt: Die CSU ist eine Steuersenkungs- und keine Steuererhöhungspartei», sagte Generalsekretär Markus Blume am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Das Klimaschutzkonzept der CSU werde aktuell noch entwickelt und erst am Ende der kommenden Woche (6./7. September) bei der CSU-Vorstandsklausur beschlossen. Blume reagierte damit auf einen Bericht in der «Bild»-Zeitung, wonach die CSU-Landesgruppe eine «Kampfpreis-Steuer» auf Billigflüge innerhalb von Europa fordere. Flüge, die weniger als 50 Euro kosteten, sollten demnach mit einer Strafsteuer belegt werden, zitiert die Zeitung aus einem Papier für die Herbst-Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag am kommenden Dienstag.

Für den Klimaschutz 

Landesgruppenchef der CSU Alexander Dobrindt will mit der Maßnahme der Umwelt helfen: «Ich will Klimaschutz statt Kampfpreise. 9-Euro-Tickets für Flüge in Europa haben weder mit Marktwirtschaft noch mit Klimaschutz etwas zu tun. Wir wollen echte Wahlfreiheit bei der Mobilität durch eine nachhaltige Preisgestaltung bei den Angeboten.» Fliegen brauche einen Mindestpreis und Bahnfahren eine Mehrwertsteuer-Reduzierung. «Wer Flugtickets unter 50 Euro anbietet, soll zukünftig eine Kampfpreis-Steuer bezahlen», sagte Dobrindt. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft zeigte sich offen: «Mehr als acht Jahre des Alleingangs mit der deutschen Luftverkehrsteuer haben Billigpreise im deutschen Markt nicht verhindert. Daher wäre grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn die Politik nun statt den wettbewerbsverzerrenden Weg der Luftverkehrsteuer weiterzugehen einen adäquaten Weg fände, unwirtschaftlichen Billigpreisen und einer künstlich angeheizten Nachfrage Einhalt zu gebieten», sagte Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow der dpa. «Keines unserer Unternehmen hat ein Interesse an zu billigen Flugpreisen, denn sie müssen die Kosten für den Flugbetrieb, die Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für Investitionen stemmen.» 

Das sagt Birgit Hahn zur Strafsteuer auf Flüge

So fliegt ihr trotz Billigflug umweltfreundlich