Radio Hamburg

Trump sorgt für neuen Aufreger

Großwildjäger dürfen aus Arfika Jagdtrophäen importieren

Washington, 17.11.2017
Elefantenherde

Nach einer Gesetzesänderung können Großwildjäger wieder Stoßzähne von Elefanten in die USA einführen. Ein Schock für Tierschützer - privat und offiziell. 

Am 16. November 2017 teilte die Regierung unter Trump mit, dass es Änderungen in den Richtlinien des US Fish & Wildlife Service (USFWS) geben wird. Großwildjäger sind berechtigt, Trophäen von ihren erlegten Elefanten in die USA einzuführen und ab sofort werden wieder Einfuhr-Lizenzen ausgestellt. Eine besonders beliebte Trophäe bei den Jägern sind die Stoßzähne, die aus Elfenbein sind und teuer verkauft werden können. Die Änderung betrifft die Länder Simbabwe und Sambia. In Simbabwe ist der Import von Trophäen der Elefanten möglich, die in dem Zeitraum zwischen dem 21. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2018 erlegt wurden und noch werden, in Sambia vom 01. Januar 2016 bis ebenfalls zum 31. Dezember 2018. Das Importverbot, welches Trump nun aufgehoben hat, stammt von seinem Vorgänger Barack Obama aus dem Jahr 2014.

Eine weitere Fehlentscheidung?

Dies ist nicht die erste Entscheidung, die vor allem bei Tier- und Umweltschützern für Entsetzen sorgt. Die Liste mit Trumps Eingriffen in die Natur wird immer länger und länger. Seit Donald Trump sein Amt als Präsident angetreten hat, hat er zum Beispiel eine Richtlinie verworfen, die Schutz für Wale und Meeresschildkröten geboten hätte, er strich die Grizzlybären von der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten und veranlasste den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen.

Fragwürdige Begründung

Der USFWS begründete die Entscheidung mit dem Argument, dass der Jagdsport nicht nur zu einem geregelten Wildtiermanagement beiträgt, sondern auch zum Schutz der Arten beitragen kann. PETA zieht zu dieser Aussage einen drastischen Vergleich: "das Leben eines gefährdeten Tieres zu verkaufen, um Geld für den Tierschutz zu sammeln, ist so, als würde man ein Kind auf dem Schwarzmarkt verkaufen und mit dem Geld gegen Kindesmissbrauch kämpfen" schreibt die Organisation in einer Stellungnahme auf Twitter.

Trumps Söhne sind selbst "Trophy Hunters"

Im Netz posieren die Söhne von Trump neben ihren Jagdtrophäen. Unter ihren erlegten Tieren ist auch ein Elefant dabei, dem Donald Trump Jr. mit einem Messer den Schwanz abgeschnitten hat.

Peinliche Twitter Pannen

Donald Trump ist bekannt für seine losen Finger und seine Tweets, die meist für viel Aufregung sorgen. Vergangene Woche gab es in den Vereinigten Staaten erneut eine tragische Schießerei, dieses Mal in Nordkalifornien. Auf Trumps Twitter-Account erschien anschließend ein Tweet, in dem er den Opfern sein Beileid aussprechen wollte. Leider verwechselte er die Amokläufe und schrieb über die Schießerei, die sich bereits am 5. November in Sutherland Springs, Texas ereignete. Peinlich! Er ist jedoch nicht der Einzige, der es mit dem "Twittern" noch nicht so draufhat. Auch dem Pentagon unterlief nun ein Fehler. Ein Mitarbeiter verbreitete versehentlich eine Twitter-Nachricht, in der Trumps Rücktritt gefordert wurde. Kurz danach wurde die Nachricht wieder gelöscht und es folgte eine Richtigstellung des Pentagons, denn sie würden den Inhalt der Nachricht nicht befürworten. Schade eigentlich... 

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