Radio Hamburg

Alles Gute: Der Supermarkt wird 60!

Diese Typen kennen wir alle aus dem Supermarkt

Überall, wo es Kühltheken gibt, 26.09.2017
Supermarkt, Einkaufen

Wir kennen sie alle: Ob am Kühlregal, der Obsttheke oder am Ende an der Kasse unsere Supermarkttypen kennt ihr garantiert alle. Wir präsentieren euch die berühmtesten Supermarkt-Einkaufs-Typen!

Stolze 60 Jahre alt wird der Supermarkt am 26. September 2017! Ein Grund zu feiern, aber auch mal genau zu gucken, wer sich da eigentlich vor uns am Kühlregel herumtreibt!

Einen runden Geburtstag feiert der Supermarkt in diesem Jahr. Stolze 60 Jahre alt wird unser fast schon alltäglicher Begleiter für Frisches, Tiefgefrorenes und Hygieneartikel am Dienstag (26.09.). Da sagen wir doch mal von ganzem Herzen und vor unserem vollen Kühlschrank stehend: Herzlichen Glückwunsch, ohne dich wären wir nur halb so satt. 

Köln hatte den ersten Supermarkt

12.000 Supermärkte gibt es laut Handelsforschungsinstitut EHI im Lande und damit so ein enges Netz wie in kaum einem anderen Land. Den ersten Großmarkt, den man tatsächlich als Supermarkt bezeichnen kann, stand 1957 in der Kölner Rheinlandhalle. Dort eröffnete der Kaufmann Herbet Eklöh einen Lebensmittelladen auf 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, der dem heutigen Prinzip von Supermärkten mit gemischtem Angebot, Selbstbedienung und auch frischen Produkten ziemlich nahe kommt. Zwar wird unter Experten darüber gestritten, ob das denn tatsächlich der erste Supermarkt war, aber die Größe war damals einmalig. Immer mehr Supermärkte gibt es heute in Deutschland, die jedoch zunehmend mit der Konkurrenz aus dem Internet und gegenüber immer mehr Discountern konfrontiert sind. 

Wir alle sind Supermarktgänger

Nichtsdestotrotz lieben wir Deutschen unsere Supermärkte. Allein bei REWE sorgen wir mit unseren Einkaufswägen für einen Umsatz von 18,4 Milliarden Euro. Laut einer Studie von "HelloFresh" pilgern über 50 Prozent der Deutschen im Schnitt rund drei Mal in der Woche zu Edeka, Rewe und Co. Ein Viertel sogar mehr als vier Mal in der Woche. Dabei lassen wir ordentlich Lebenszeit zwischen Tiefkühlregal, Obsttheke und Metzger. Zwei Jahre unseres Lebens hängen wir in Supermärkten ab, pro Besuch bei zwei Dritteln aller Deutschen ungefähr eine Stunde. Nur 10 Prozent brauchen für ihren Supermarkteinkauf weniger als eine halbe Stunde. 

Wer treibt sich da eigentlich noch rum?

Wer so viel Zeit im Supermarkt verbringt, der erlebt natürlich auch allerhand. Wir kennen alle die gestresste Mutter (oder den noch gestressteren Vater) mit den 3 Kindern in der Quengelzone direkt vor der Kasse, den Studenten mit seinen Fünf-Minuten-Terrinen oder den Touristen mit seiner Wasserflasche. Supermärkte sind ein kleiner Mikrokosmos für sich. Und da wir die ganzen Leute dort meistens sowieso nicht kennen, können wir uns die Miteinkäufer auch wunderbar oberflächlich und stereotyp ausmalen. Denn ganz ehrlich, wer von uns hat sich nicht schon einmal gefragt, wer da eigentlich vor uns an der Kasse steht? Und wer hat genau diese Person nicht auch schon einmal nur nach dem bewertet, was da auf dem Kassenband liegt - ganz nach dem Motto "Du bist, was du kaufst"? Wir zeigen euch die gängigsten Klischee-Einkäufer aus dem Supermarkt!

Die Kleingelduschi/ Kleingeldhorst 

Da will man schnell zum Bus oder nach Hause und dann hat man die Kleingelduschi oder den Kleingeldhorst vor sich und könnte direkt ausrasten.

Erkennungszeichen: Trägt ein 4 Kilo schweres Portemonnaie durch den Laden, in dem er/sie 200 Euro in 10-, 5- und 1-Cent-Stücken hat. Der Gang ist deshalb auch immer leicht zur Seite geneigt. An der Kasse schafft es diese Person dann für das Bezahlen von 1-2 Produkten mindestens 5 Minuten zu brauchen, kleine Bargeldtürmchen um sich herum aufzubauen und dem Kassierpersonal die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Häufig wird dann allerdings doch festgestellt, dass genau 1 Cent für den passenden Betrag fehlt - dann bezahlt man gerne mit einem 100-Euro-Schein. Der Kassenzettel wird danach natürlich noch umgehend an der Kasse geprüft, sodass weitere Kunden nicht vorrücken können.

Kauft meistens: Eine Gurke oder einen Quark. Vielleicht auch noch die neue "Petra".

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht: Ganz dicht aufrücken, in den Nacken atmen und sich richtig unbeliebt machen. Auch mit den Fingern auf dem Kassenband trommeln hilft, lautes Stöhnen, Ächzen und Grummeln ebenso.

Der Tourist

Man kennt seinen Markt in und auswendig und dann treibt sich da der nervige Tourist im eigenen Markt herum und bringt alles durcheinander.

Erkennungszeichen: Irrt vollkommen planlos mit einem überdimensionierten Rucksack durch die Regale. Trägt dazu noch eine Kamera um den Hals, findet alles lustig und schaut sich die fremden Produkte ganz genau an und blockiert damit einfach alles. Ist auch meistens in Horden von mindestens zwei seiner Artgenossen unterwegs, wodurch er noch mehr blockiert. Er läuft auch gerne im Kreis, da er das gewünschte Produkt beim ersten Mal nicht direkt findet. An der Kasse ist er mit dem fremden Geld überfordert, weshalb er entweder viel zu wenig bezahlt oder viel zu viel. Mit Münzen zahlt dieser Typ fast nie, da er mit den Münzen sowieso nichts anfangen kann und sie den ganzen Urlaub über sammelt. Will er dann doch mal mit Münzen bezahlen, endet das meistens in einer mittleren Katastrophe, wobei er sehr der Kleingelduschi/ dem Kleingeldhorst ähnelt.

Kauft meistens: Eine Flasche Wasser und vielleicht noch ein Sandwich tagsüber. Eine Flasche Wein und Chips abends.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Kopfhörer ins Ohr, damit man sich das dumme Gelaber über die eigene Stadt nicht anhören muss. Oder Alternativ: Sich darüber freuen, wenn der Tourist sich darüber beklagt, dass er ein besonders Produkt nicht gefunden hat, aber man selbst insgeheim ganz genau weiß, wo es steht.

Der Elternteil

Mütter, Väter - ganz egal. Ein Besuch mit den eigenen Kindern ist kein Spaß - besonders nicht, wenn man selbst in Ruhe einkaufen möchte.

Erkennungszeichen:  Hat vielleicht nicht mehr so ganz saubere Klamotten an und hat dazu leicht zersaustes Haar. Es wird mindestens ein Einkaufswagen geschoben, in dem ein Kind im Kinderwagensitz hockt und das andere auf dem Trittbrett am Ende das Wagens steht. Kommt es knüppeldick, läuft ein Kind auch noch mit einem Mini-Einkaufswagen außer Rand und Band durch den Laden, schreit, wühlt in den Regalen, schmeißt sich auf den Boden und heult. Der Elternteil lässt das entweder stoisch über sich ergehen oder rastet mich hochrotem Kopf aus. Der Einkaufswagen biegt sich derweil vor lauter Produkten, von denen man die Hälfte nie im Leben kaufen würde.

Kauft meistens:  Das gesamte Sortiment. Cornflakes sind aber irgendwie immer dabei und irgendwelche Süßigkeiten, die die Kinder in den Wagen geschmuggelt haben.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  An eine andere Kasse anstellen, denn das Drama an den Quengelregalen kann niemand ertragen. Außerdem dauert es ewig, da das Band gleich mehrfach aufgefüllt werden muss.

Der Student

Kennt der eine oder andere bestimmt noch aus seinen Studienzeiten und kann sich deshalb vielleicht ganz gut mit diesem Typen identifizieren. 

Erkennungszeichen:  Hat, ähnlich wie der Tourist, oft einen Rucksack auf. Meistens von dieser Rejäflölljaka-Marke, die kein Mensch aussprechen kann. Manchmal trägt er auch einen Ordner unter dem Arm, was aber sehr selten passiert... Kommt er direkt aus der Universität ist er entweder sehr verschlafen oder sehr gereizt. Fährt er zum Feiern ist seine Laune blenden. Kommt er vom Feiern übergibt er sich fast im Markt. Ansonsten geht er meistens gebückt durch den Markt, um die billigsten Produkte abzugreifen. Oft trifft man ihn auch vor den Produkten, die bald ablaufen, wo er noch einmal ein paar Cent sparen kann. In seinem Einkaufskörbchen oder im Jutebeutel ist entweder ganz viel Biokrams (dann trägt dieses Exemplar Dreadlocks) oder die Billig-Eigenprodukte des jeweiligen Supermarktes (dann trägt dieses Exemplar keine Dreadlocks).

Kauft meistens: Alkohol, Kaffee/ Energydrink, Toast, Nudeln, Pizza Ketchup, Eier. Vielleicht noch einen Apfel. Studentenfutter aber irgendwie nie... Hauptsache aber billig und schnell zuzubereiten.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Den mickrigen Einkauf bemitleiden und sich über das eigene Leben freuen. Lohnt sich übrigens sich hinter diesem Typen anzustellen, geht meistens nämlich recht schnell.

Der Snob

Wäre man manchmal wahrscheinlich selbst gerne, am Ende bleiben dann aber doch nur die üblichen Billigprodukte für einen übrig. (Außer an hohen Feiertagen, wenn man sich mal was gönnt...)

Erkennungszeichen:  Trägt meistens noch seine Klamotten aus dem Büro und ist natürlich immer top gestylt. Zahlt alles mit großen Scheinen, den Kleingeld ist unter der Würde dieses Typen. Beendet seinen Einkauf recht schnell, da einfach alles in den Warenkorb wandert, was gefällt ohne auf Preis oder Vergleichsangebote zu achten. Ist sich eigentlich zu fein für einen normalen Supermarkt und lässt das auch heraushängen, denn eigentlich kauft dieser Typ ja nur in Feinkostabteilungen oder lässt sich seine Sachen liefern. Umso angewiderter ist er von dem Pöbel, um ihn herum.

Kauft meistens: Nur Markenprodukte, frische Käse, Wurst und fangfrischen Fisch von der richtigen Frischetheke mit einem Verkäufer und Wein, für den man sich nicht bücken muss. Oft auch Produkte, von denen man zuvor noch nie gehört hat.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht: Möglichst unauffällig an dem guten Parfüm schnuppern und ansonsten mit neidischer Arroganz den Rücken des Snobs anstarren. Wenn man so einen Typus hinter sich an der Kasse hat, darf man übrigens gerne zur Kleingelduschi/ dem Kleingeldhorst werden. Dann macht das Bezahlen gleich doppelt so viel Spaß.

Der Single

Es kann nicht jeder fünf Kinder haben, manche ziehen einsam und verlassen im Supermarkt ihre Runden. Für andere Shopper ist das ganz entspannend.

Erkennungszeichen:  Traurige Miene, schleichender Gang und kein Einkaufswagen, da dieser Typus seine drei Produkte meistens in einer Hand tragen kann. Im besten Fall hat dieser Typus ein kleines Einkaufskörbchen, in dem die paar Produkte, die er kauft, aber sehr verloren wirken. Meistens ist gerade dieser Typ von allen anderen Menschen im Supermarkt absolut genervt und will so schnell wie möglich wieder raus aus dem Laden.

Kauft meistens:  Genau die Anzahl von Produkten, die man braucht um ein Gericht zu kochen (eine Möhre, eine Paprika,...) und eigentlich immer Schokolade und Alkohol.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Sich freuen, dass man schnell wieder aus dem Laden kommt. Es geht meistens sehr schnell und man wird nicht angelabert. Perfekt! Wenn man an seinem Karma arbeiten will, kann man den Single an der Kasse sogar vorlassen, dann hat man auch eine gute Tat getan!

Der Pfandsammler

Wer sich durch Pfand im Leben über Wasser hält, ist hier sicherlich nicht gemeint. Gemeint sind die nervigen Typen, die denken, dass sie Pfandgold im Keller liegen hätten, wenn sie einmal im Jahr ihr Pfand zurückbringen.

Erkennungszeichen:  Schiebt entweder mehrere Einkaufswagen mit Kisten, Plastikflaschen und Co. vor sich her oder hat zwanzig Tüten mit Flaschen gefüllt. Das Ganze macht dabei einen unfassbaren Krach. Hinzu kommt, dass sich dieser Typus tierisch und lautstark darüber freut einen Einkauf mit Pfand bezahlen zu können. Meistens handelt es sich dabei eigentlich um den Typ "Der Student", der sich plötzlich reich fühlt, weil er 2,80 Euro in Pfand angesammelt hat und das auch so raushängen lässt. Häufig muss er Preise genau anschauen, damit er auch ja nur den Betrag bezahlen muss, der auf dem Pfandbon steht. Am liebsten will er sogar wieder Geld zurückbekommen, weshalb er oft und lange in gebückter Haltung vor Regeln kauert.

Kauft meistens: 1-2 Produkte, die genau dem Betrag entsprechen, den er auf dem Pfandbon stehen hat.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Ist das Pfand schon abgegeben, kann man sich getrost anstellen. Wenn der Kassierer allerdings kein Kleingeld auszahlen kann, hat man wenig zu lachen. Noch weniger hat man zu lachen, wenn das Pfand erst an der Kasse abgegeben wird. Dann lässt man am besten seine Einkäufe direkt fallen und rennt aus dem Laden. Alternativ kann man auch sein Zelt aufschlagen, da man dann mindestens 2-5 Stunden in der Schlange warten wird müssen.

Der Büromensch

Schnell rein und noch schneller wieder raus ist sein Motto. 

Erkennungszeichen:  Trägt Bürokleidung, ist meistens total gestressst und weiß ganz genau, wo er welches Produkt bekommt. Oft steuert er zielgenau auf das gewünschte Produkt zu und macht sich dann auch schon auf den Weg zur Kasse, wo er meistens durch seine Ungeduld auffällt. Seine Produkte trägt er meistens in einem kleinen Türmchen vor sich her. Da er oft dann doch mehr kauft als er tragen kann, gleich dieses Verhalten häufig einem schlechten Jongleur mit zu vielen Bällen. Manchmal ist dieser Typus auch in Gruppen unterwegs, die es schaffen sich stundenlang über Essen und ihre Essensvorlieben zu unterhalten. Oft spricht dieser Einkaufstyp dann auch von anderen "Büromenschen", die nicht mit in der Gruppe unterwegs sind. Man nennt dies auch "Lästern an der Supermarktkasse".

Kauft meistens:  Alles, was sich schnell im Gehen oder am Schreibtisch essen lässt. Fertigprodukte, die man in einer Mikrowelle warm machen kann. Fertigsalate, Sandwiches, schon geschnittenes Obst.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Sich freuen und schon einmal das Portemonnaie suchen, denn gleich ist man schon dran. Hat man ihn allerdings hinter sich, bekommt man vielleicht ein genervtes Stöhnen und ein Augendrehen in den Rücken gedrückt.

Die Umsatzbremse

Qual pur an der Kasse, kaum erkennbar für den Laien im Markt selbst. Also, Augen auf!

Erkennungszeichen:  Ist im Supermarkt selbst kaum auffällig und könnte auf den ersten Blick jeder der anderen Typen sein. Erst im direkten Kontakt mit Supermarktmitarbeitern zeigt dieser Typ sein gesamtes Grauen. In Zeitlupe schafft es diese Person die Waren auf das Kassenband zu legen, den Geldbeutel aus der Tasche zu kramen, die EC-Karte zu bergen und fünfzehn Mal die EC-Pin falsch einzugeben. Das Einräumen des Einkaufs in Tüten oder den Wagen dauert dann noch einmal genauso lange, sodass man seinen eigenen Einkauf in einem 5 Millimeter breiten Bereich zwischen Kassierer und Umsatzbremse einsammeln darf. Manchmal hat man die Chance diesen Typen vorher noch an der Frischetheke zu entdecken, wo das Aussuchen von Käse, Wurst und Co. ebenso lange dauert. Am Obstregal macht sich die Umsatzbremse auffällig, indem sie Obst und Gemüse durchwühlt, um auch ja die perfekte Frucht, Knolle, etc. zu finde. 

Kauft meistens:  Keine besonderen Produkte. Am ehesten eine Mischung aus allen anderen Typen.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Dann ist es leider oftmals schon zu spät, da sich die Umsatzbremse ja nur schwer bemerkbar macht. Steht man hinter ihr, bleibt einem nur übrig, sehr geduldig zu bleiben und sich am besten selbst zu kneifen, um die Aggressionen zu kompensieren. Wichtig ist, dass man die Umsatzbremse sofort wegschiebt, sobald sie bezahlt hat, da sie oftmals noch Stunden braucht, um ihre Einkäufe direkt hinter der Kasse zu sortieren und zu katalogisieren. In diesem Fall ist eine gewisse Dampfwalzenmentalität angebracht, bei der man die Privatssphäre dieser Person schnellstmöglich, tiefgreifend verletzt. 

Der Gesunde

Hauptsache gesund ist sein Motto - mit schlimmen Folgen für die restliche Kundschaft im Markt!

Erkennungszeichen:  Sieht entweder aus wie frisch vom Bauernhof entlaufen oder viel zu sportlich und viel zu schön für diese Welt. Hat meistens eine riesige Einkaufsliste dabei, auf der jedes Produkt haargenau aufgelistet ist, hängt dabei dann aber stundenlang bei Ost und Gemüse rum und ist bei den Kühltruhen kaum anzutreffen, außer vielleicht bei den TK-Kräutern. Der Typ schaut andere Menschen, die kein Ost und Gemüse kaufen mit einer gewissen Verachtung an. Sollten sie eine Packung Fertigprodukte bei eine anderen Person entdecken, würden sie diese am liebsten anspucken. 

Kauft meistens:  Bio-, Öko-, Vollkornprodukte oder am besten eine Mischung aus allem. Obst und Gemüse in Massen, aber ohne Plastiktütchen, sondern lose. Fertigprodukte kommen nicht aufs Kassenband, dafür Chiasamen, Sojabratlinge und zu hohen Feiertagen auch mal Freilandeier. Meistens aber keine tierischen Produkte!

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Auf jeden Fall die Kasse wechseln. Den genervten Kassierer, der jedes Stückchen Obst und Gemüse einzeln abwiegen und dabei immer in der Klapptabelle nachschauen muss, welche exotische Kraut da gerade vor ihm liegt, will man sich wirklich ersparen. Sollte man dann auch noch eine Tiefkühlpizza auf das Band legen wollen, umgeht man so auch noch die bohrenden und vorwurfsvollen Blicke dieses Typus.

Der Quatscher

Statt ans Bezahlen geht's erst einmal ans Labern...

Erkennungszeichen:  Häufig über 60, trägt gerne beige und zieht einen Hackenporsche hinter sich her. Hat beim Einkauf schon alle Zeit der Welt und quatscht mit Vorliebe alle Mitarbeiter im Supermarkt an, um zu fragen, wo welches Produkt steht, wie viel etwas kostet oder ob irgendwas im Angebot ist. An der Kasse entfaltet dieser Supermarkttyp aber erst sein ganzes Potenzial, da er den Kassierer schon seit 240589 Jahren kennt und erst einmal den gesamten Schwank aus dem eigenen Leben erzählen muss. Häufig lästert auch dieser Typ gerne. Meistens dann über den Nachbarn, die eigene Familie oder andere Kassiere, die gerade nicht da sind. Wenn er keine Gesprächsthemen hat, kann er auch unnötige Gespräche über den Einkauf, Wechselgeld oder das Wetter führen. Hauptsache es wird sich unterhalten, bis die Kasse vor Langeweile anfängt zu piepen.

Kauft meistens: Gar nicht viel, da das soziale Happening ja wichtiger ist als der Einkauf.

Das macht man, wenn man hinter ihm an der Kasse steht:  Weinen und sich schwören nie wieder unter Leute zu gehen. Ansonsten tut es vielleicht auch ein Räuspern, Augenverdrehen oder ein Hustenanfall um auf die vier Kilometer lange Schlange hinter einem aufmerksam zu machen. Es bringt oftmals auch etwas sich mit anderen Einkäufern zusammenzurotten, um gegen den "Quatscher" vorzugehen. Wer zu viel Zeit im Leben hat, kann sich aber auch gerne hinter diesen Typen anstellen und erfährt so noch spannende Informationen direkt aus der Nachbarschaft!

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