Radio Hamburg

Weniger Vergiftungen als 2017

Welche Pilze sollte man besser nicht essen?

Hamburg, 02.10.2018
Pilze, abnehmen, Pilzdiät

Durch den heißen Sommer in diesem Jahr gibt es so wenig Pilze, wie in den vergangenen Jahren nicht. Heißt aber auch, dass es weniger Vergiftungen gab. 

Aufgrund des trockenen Sommers gibt es in diesem Jahr nur wenige Pilze und somit auch noch so viele Pilzvergiftungen wie in den vergangenen Jahren. Bis Ende September seien nur an die 100 Notrufe mit Verdacht auf Pilzvergiftungen eingegangen. 2017 hätte die Lage ganz anders ausgesehen. Dort habe es allein im Monat Juli mehr als 130 Anfragen gegeben. "Viele Pilze, viele Pilzvergiftungen", habe es da geheißen. Dieser Spruch gelte in diesem Jahr nicht. 

Pilze im Herbst möglich

Grund hierfür sei der sehr trockene Sommer. "Am liebsten mögen Pilze eine langanhaltende Bodenfeuchtigkeit. Die gab es in den vergangenen Monaten nicht", heißt es von offizieller Seite. Während in Süddeutschland seit einigen Wochen gute Bedingungen herrschen, gibt es im Norden wohl auch noch Hoffnung für die Pilze. Wenn es über einen längeren Zeitraum mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter und ausreichend Taubildung am Morgen gebe, würden auch im Hamburger Raum und in Schleswig-Holstein noch mehr Pilze anfangen zu sprießen. Dann könnten Pilzsammler noch bis November im Wald ihre Körbe füllen. 

Symptome bei Pilzvergiftung

Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Jeden Tag wenden sich viele Menschen mit Anfragen zu Pilzvergiftungen an den 24-Stunden-Service des GIZ-Nord. Als Symptome schildern Betroffene dann oft Magendarmprobleme wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. "Man sollte Pilze nur sammeln und essen, die hundertprozentig als ungiftig bekannt sind", warnt ein Experte.

Achtung beim grünen Knollenblätterpilz

Besonders gefährlich sei der grüne Knollenblätterpilz, der schnell mit anderen Pilzarten wie Täublingen oder Champignons verwechselt werde. Er enthalte das Gift Anatoxin, das zu schweren Leberschäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Während bei anderen Pilzen die Symptome bei einer Vergiftung recht schnell auftauchen, treten sie beim Knollenblätterpilz erst sechs bis zwölf Stunden später auf. Bei Verdacht auf Vergiftung müssen Betroffene sofort ins Krankenhaus für ein Gegengift. Schon der Verzehr von 50 Gramm des Pilzes kann lebensbedrohlich werden. 

(dpa/pgo)

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