Radio Hamburg

Große Trinkgelddebatte

Wie viel Trinkgeld ist okay?

Hamburg, 05.02.2019
Teller mit Trinkgeld in einem Restaurant

Wie viel Trinkgeld ist beispielsweise im Restaurant okay? Sagt uns eure Meinung!

Großes Thema in der Radio Hamburg Morningshow - Rapper Drake soll in einem Restaurant knapp 9.000 Euro Trinkgeld gegeben haben. Doch wie viel Trinkgeld ist wirklich angebracht?

Trinkgeld - geht oftmals nur ein paar wenige Euro, gibt aber umso mehr Diskussion: Waren die zwei Euro im Restaurant jetzt schon zu viel oder die zwei Euro beim Frisör viel zu wenig? Am Dienstag (05.02.) haben John Ment und sein Team in der Radio Hamburg Morningshow ausführlich mit euch über das Thema diskutiert und schnell war klar - Trinkgeld ist und bleibt ein Streitthema. Doch was sagt ihr zum Thema "Höhe von Trinkgeld"?

Drake gibt ordentlich Trinkgeld

Aufhänger der Diskussion: Rapper Drake soll bei McDonald's ordentlich Trinkgeld gegeben haben. Wie viel genau, ist zwar nicht ganz klar, aber es war deutlich mehr als die gängigen 10 Prozent. Es heißt, er hat zwei Mitarbeiterinnen jeweils 10.000 Dollar, also umgerechnet etwa 8.720 Euro, gegeben. Es gibt aber auch "Zeugen", die sich auf Twitter gemeldet haben und das Ganze korrigierten: Bei dem Trinkgeld habe es sich "nur" um jeweils 100 Dollar, rund 87 Euro, gehandelt. Für eine Fastfood-Kette immer noch eine Menge Geld.

Streitpunktthema Trinkgeld

Doch wie viel Trinkgeld ist okay, angemessen oder geht gar nicht? Ist ein Trinkgeld in dieser Höhe schon überheblich und eher beleidigend den Mitarbeitern gegenüber? Wie übergibt man Trinkgeld überhaupt richtig - zuwerfen, zustecken oder diskret liegen lassen? Wie sagt man es richtig`- "Der Rest ist für Sie", "Stimmt so" oder "Passt schon"? Fragen über Fragen und umso mehr Meinungen.

Die Trinkgeld-Gesetzeslage

In welchem Rahmen sich der Betrag bewegt, ist nicht geregelt. Solch ein Mittel hat sich vielmehr im Laufe der Zeit und im gesellschaftlichen Konsens gefestigt. So gilt in Deutschland als Faustregel zum Trinkgeld: Man sollte, muss aber nicht. Denn bei uns sind die Bediengelder im Preis mit einkalkuliert. Laut § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung von 2005 heißt es zum Trinkgeld: "Trinkgeld ist ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt." Doch welcher Betrag ist in Ordnung?

- Restaurant, Café, Friseur, Kosmetiker: Man fährt gut, wenn man sich bei der Höhe des an der 5- bis 10 Prozent-Regel orientiert.

- Hotels: In guten Hotels solltet ihr für Zimmermädchen (1 Euro pro Tag), Pagen (1 Euro pro Gepäckstück) oder den Zimmerservice (etwa 1 Euro) das entsprechende Kleingeld bereit haben.

- Handwerker: Je nach Arbeitsumfang sind bei Handwerkern 5 bis 10 Euro okay. 

- Pizzaboten: Die freuen sich über 1 bis 3 Euro.

- Taxi: Bei Taxifahrten sind im Allgemeinen rund 10 Prozent der Summe üblich.

Wie sieht es im Ausland aus?

Im Ausland kann die Lage aufgrund gesellschaftlicher Normen allerdings ganz anders sein. 

- Österreich: Wie in Deutschland

- Skandinavien:  Trinkgeld ist nicht üblich. Oft wird der Rechnungsbetrag aufgerundet. Ausnahme Schweden: Hier gibt man üblicherweise zehn Prozent Trinkgeld.

- Niederlande:  In den Niederlanden sind die Umsatzsteuer und ein Bearbeitungsaufschlag in Hotels, Restaurants, Geschäften und Taxis bereits in der Rechnung inbegriffen. Trinkgeld ist immer gern gesehen, aber nicht verpflichtend. Taxifahrern und Bedienungspersonal wird üblicherweise ein Trinkgeld von 10 Prozent gegeben.

- Spanien, Portugal, Frankreich, Türkei: Im Restaurant: Hier gibt man in der Regel zehn Prozent Trinkgeld und lässt es beim Gehen einfach auf dem Tisch liegen. Taxi: Bei einer Taxifahrt wird aufgerundet.

- Griechenland: Im Restaurant: Üblich sind zehn Prozent Trinkgeld. In Tavernen, also den kleinen günstigen Restaurants, reicht es aber auch aufzurunden. Im Taxi: Ganz einfach: Im Taxi wird aufgerundet. Beim Hotelpersonal: Das Zimmermädchen im Hotel freut sich natürlich auch hier über ein kleines Trinkgeld – das kann man am Abreisetag geben.

- Italien: Restaurant: In Italien steht manchmal auf der Restaurantrechnung "coperto", was so viel wie Gedeck bedeutet. Trinkgeld muss dann nicht mehr gegeben werden, es sei denn man möchte gerne. Steht kein "coperto" auf der Rechnung, kann man einen Betrag auf dem Tisch liegen lassen. Im Taxi: Wie so oft: Bei Taxifahrten rundet man einfach auf. Beim Hotelpersonal: Das Zimmermädchen im Hotel bekommt üblicherweise 5 Euro pro Woche.

- Großbritannien: Im Restaurant: Mit zehn Prozent Trinkgeld, kann man in englischen Restaurants nichts falsch machen. Im Taxi: Im Taxi rundet man einfach auf. Beim Hotelpersonal: Das Zimmermädchen gibt sich mit einem Pfund pro Nacht zufrieden. Besonderheit: Im Pub ist es eher unüblich Trinkgeld zu geben. Allerdings könnte man in diesem Fall auch dem Barkeeper einen Drink ausgeben.

- USA & Kanada: Im Restaurant: Durch die ziemlich niedrigen Löhne in der Gastronomie ist ein Trinkgeld von fünfzehn bis zwanzig Prozent Standard. Um nicht als total unhöflich zu gelten, sollte man das unbedingt einhalten. Im Taxi: Auch hier gibt man ziemlich viel Trinkgeld: Fünfzehn Prozent sind normal. Beim Hotelpersonal: Das Zimmermädchen bekommt ein bis zwei Dollar pro Nacht, der Gepäckträger ein bis zwei Dollar pro Gepäckstück.

- Japan und China:  In Japan hält man guten Service für so selbstverständlich, dass Trinkgeld ein echter Fauxpas wäre. Es wäre eine Beleidigung für sie. Auch in China gilt das, allerdings freuen sich Tour-Guides über kleine Geschenke.

Eure Meinung zum Thema Trinkgeld

Zahlreiche WhatsApp-Nachrichten haben uns zu diesem kontroversen Thema erreicht. Schickt auch ihr uns gerne eure Meinung per WhatsApp. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier! Macht doch auch bei unserer Umfrage mit und sagt uns, wie viel Trinkgeld ihr normalerweise gebt!

Eure Meinung zum Thema Trinkgeld

Jacqueline aus Eilbek:  Wenn die Bedienung nett und das Essen lecker war dann runde ich den Betrag auf und lege noch 1-2€ dazu.

Lena:  Guten Morgen, ich gebe immer zwischen 1€ - 2€ Euro Trinkgeld....ich arbeite selbst im Bäckereigeschäft und finde es gibt nix schlimmeres als die, die ihr Bündel Geld aus der Hosentasche holen und nicht einen Cent Trinkgeld geben können!!

Denise aus Bramfeld:  Moin liebes Radiohamburg Team, ich gebe grundsätzlich immer Trinkgeld! Im Taxi und beim Friseur ca 20% , wenn mir ein Postbote mein 20kg Packet in den 2. Stock trägt bekommt er auch mal 5€ von mir. Und im Restaurant kommt es meiner Meinung danach an, ob nur der Service oder die Küche gut war, oder ob das Gesamtbild gestimmt hat. Ich arbeite selber hauptberuflich als Koch, und nebenbei gehe ich kellnern. Und man lebt ja quasi vom Trinkgeld. Ich finde die Leute sollten definitiv offener werden was das angeht, egal wo. 

Benni:  Ich gebe Trinkgeld, wenn es mir in einem Restaurant gut gefällt, das Essen geschmeckt hat. Ich runde auf den nächsten oder übernächsten Euro. Finde ich persönlich nicht zu viel. 

Anita aus Horn:  Ich gebe Trinkgeld, wenn der Service nett ist und gut und, wenn ich auch gerne wieder kommen möchte. Wenn der Service schlecht ist und das Klima in Laden nicht gut ist, dann gibt es kein Trinkgeld 





Olaf aus Sprötze:  Guten Morgen Radio Hamburg. Ich bin im Gartenbau, und bei uns ist das ganz unterschiedlich. Einige geben uns im Vorwege schon ein gutes Trinkgeld, und bei anderen kommt noch nicht einmal ein Glas Wasser rüber. 

Vivien:  Guten Morgen liebes Radio Hamburg Team, an einigen Supermarktkasse in Hamburg kann man ein "Trinkgeld" lassen, indem man sagt: "Bitte aufrunden" dann geht die Differenz an wohltätige Organisationen zum Beispiel für Kinder. 

Alexandra:  Guten Morgen, da ich aus der Gastronomie komme, gebe ich immer 10%, allerdings bei kleinen Beträgen mehr, da ich so 1/2€ peinlich finde.

Sascha aus Geesthacht:  Einen schönen guten Morgen wünsche ich Euch.. Ich gebe meist 10% des Umsatzes an Trinkgeld.. Wenn ich das Lokal nicht kenne, dann frage ich aber vorher, ob das Personal dieses auch behalten darf, was ja auch nicht mehr selbstverständlich ist.. Bei besonders gutem Essen und Service gebe ich auch mal mehr, das ist aber dann situationsabhängig.

Gundy:  Moin ihr lieben! Ich gebe bei Mc Donald's schon lange kein Trinkgeld mehr, weil die Höflichkeit nachgelassen hat und teilweise das Essen kalt ist und wenn man es anspricht wird man nicht beachtet oder blöde angemacht.





Ulli aus Tornesch:  Guten Morgen liebes Team. Klar gebe ich Trinkgeld. Jedoch, wenn man es genau nimmt, Pflegekräfte im Krankenhaus etc. bekommen sehr selten Trinkgeld.

Loana:  Guten Morgen Radio Hamburg. Ich finde diese Job schon anstrengend genug, weil man die schlechte Laune von viele Menschen wegstecken muss. Man vergisst gerne diesen Spruch der "Gast ist der König" aber man muss sich königlich benehmen. Bin seit 15 Jahren in der Gastronomie und ich finde leider, dass das Trinkgeld immer weniger. Die Wertschätzung ist Null. Ich geb immer mindestens 10 Prozent, weil ich weiß, was der Job bedeutet.

Frank aus Buchholz in der Nordheide:  Busfahrer sind auch unterbezahlt und da runde ich immer auf. Macht aber fast keiner.

Anonym:  Ich fahre als Frau Taxi. Es ist sehr saisonabhängig und von den Gästen abhängig wie viel Trinkgeld man bekommt. Das Beste, was eine Schicht bei mir mal gebracht hat, waren knapp 94€. Ab Ende November gibt es sehr viel wegen den Weihnachtsfeiern und im Jahr liegt der Durchschnitt bei 20-40€. Man sagt immer 10% vom Umsatz als Trinkgeld ist gutes Trinkgeld.

Sven aus Hollern-Twielenfleth:  Zum Thema Trinkgeld. Meiner Meinung nach ist Trinkgeld eine reine Anerkennung für Service und Qualität. Ich gebe gerne Trinkgeld, aber abhängig davon, wie ich bedient wurde und wie die Qualität der Dienstleistung war.





Anonym:  Mein Bruder ist Taxifahrer und erwartet generell kein Trinkgeld. Doch wenn er jemanden für 5€ zum nächsten Supermarkt und wieder zurück fährt und dann auch noch die Einkäufe zur Tür tragen soll "weil es sich so gehört", müssen es finde ich auch mindestens 5€ Trinkgeld sein.

Philipp:  Meine Meinung zu Trinkgeld ist, dass es toll wäre, wenn uns Leute überhaupt Trinkgeld geben. Ich arbeite am Wochenende in einer Waschanlage und leider gibt es auch Kunden, die uns kein Trinkgeld geben und noch nicht einmal beachten, wenn man zu den Kunden freundlich ein „Moin Moin“oder „Hallo“ sagt. So etwas finde ich sehr schade. Wenn dir jemand ein Lächeln zurückgibt, dann weiß man, dass du beachtet wurdest.

Laila:  Also wir runden fast immer auf, sodass ein gerader Betrag entsteht aber manchmal gibt es auch gar nichts wenn ich die Preise zu frech finde oder das Personal unhöflich ist. Mein Mann hatte sogar mal 80€ Trinkgeld gegeben bei einer Rechnung von 320€ , ich bin heutzutage aber auch nicht mehr so spendabel wie früher, da ich oft das Gefühl habe das Trinkgeld wird schon als Aufpreis eingerechnet.

John:  Ich komme aus der Gastronomie erlebe oft, dass bei einer Rechnung von 300-400€ und sehr guten Service die Gäste 2,3 Euro Trinkgeld geben.. mittlerweile bin auch so frech und gebe das Trinkgeld zurück .. für mich ist so wenig Trinkgeld eine Beleidigung. 

Daniel: Ich gebe zwar aus sozialem Zwang auch in der Regel was (siehe was Anke gerade gesagt hat: "ich finde es zum fremdschämen, wenn man nichts gibt"), aber im Grunde finde ich die Idee totalen Quatsch. Wenn man mit dem Gehalt nicht zufrieden ist, dann muss man mit seinem Chef reden und nicht von den Kunden Sonderleistungen erwarten. Das Argument "wer essen gehen kann, kann sich das auch leisten" ist natürlich Quatsch. Wenn ich mir ein Bier für 3 Euro bestelle, dann weil ich mir DAS leisten kann und nicht, weil ich mir auch 3,50 leisten kann. Auch "die sind drauf angewiesen" zieht nicht. Im Supermarkt an der Kasse verdienen die Leute auch nicht mehr... Warum gibt man denen kein Trinkgeld? Da folgt gerne das sich der eine länger um dich persönlich kümmert. Das ist zwar korrekt, aber der der an einem Tag 500 Kunden abkassieren muss darf deshalb schlecht bezahlt werden, der der nur 50 Kunden bedient, der hat's verdient, Trinkgeld zu bekommen? Ich habe im Sommerfestivals aufgebaut, auch für ähnlich schlechte Gehälter wie Kellner. Körperlich vermutlich noch wesentlich anstrengender. Das höchste Trinkgeld waren 2€ die ich mal aufm Boden gefunden hab. Warum ausgerechnet Kellner/Restaurant-Personal da jetzt ein gesonderten Anspruch haben soll wird mir nicht klar. Oben drauf muss man sehen das Trinkgeld schwarz verdientes Geld ist. Ich kenne auch einige Kellner, je nach Laden waren 25-60% ihres Lohns Trinkgeld.... Die haben also mindestens ein Viertel ihres Gehalts an der Steuer vorbei verdient. Im Grunde befürworten Trinkgeldgeber Schwarzarbeit. Richtiger wäre es natürlich, wenn das Bier dann eben gleich 20 oder 50 Cent teurer ist und der Kellner direkt fair bezahlt wird.





Anonym:  Da ich selber am Wochenende für einen Lieferdienst arbeite, ist es erstaunlich mit anzusehen, dass manche für eine Lieferung von 11 bis 12 Euro Warenwert nicht einmal Trinkgeld geben. Mein höchstes Trinkgeld Geld waren 20 Euro für eine Bestellung. Ich persönlich, auch wenn ich online bezahle, gebe ich dem Fahrer immer 2 Euro. Sowas ist Ehrensache.

Alexander aus Blankenese:  Zum Thema Trinkgeld, wenn ich in einem Restaurant das günstigste Essen und das günstigste Getränk bestelle und damit einen Rechnungsbetrag von sagen wir mal 25 € generiere, müsste ich nach der 10% Regel 2,50 € Trinkgeld geben. Bestelle ich im gleichen Restaurant das teuerste Essen und das teuerste Getränk, werde ich wahrscheinlich auf 50 oder gar 60 € kommen. Damit wäre ein Trinkgeld zwischen 5 und 6 Euro normal. Da der Service bei beiden Essen der gleiche ist, verstehe ich nicht, warum er beim höherpreisigen Gericht mehr wert sein soll! 

Venus:  Bezüglich des Trinkgeldes wollte ich meinen Senf dazu geben. Also, meine Mutter und ich sind beide exam. Altenpflegerinnen und bekommen kein Trinkgeld, obwohl es echt ein Knochenjob ist und wir täglich alles geben, damit es den hilfebedürftigen Menschen besser geht. Diese Branche finde ich ist genauso wichtig mit dem Trinkgeld. 

Rene: Ich bin Taxifahrer in Hamburg. Ich finde Trinkgeld muss nicht gezahlt werden aber es betätigt dem Fahrer, dass der Fahrgast mit dem Service zufrieden war. 

Kai aus Borgfelde:  Die Leute sollten bitte bedenken, das wir als Kellner auch zwischen 1 und 3% vom Umsatz an Küche und Tresen abgeben. 





Anonym: Eine gute Anerkennung für den Dienstleister sind 10 bis 20 % Trinkgeld, 10 bis 90 Cent sollte man nicht geben. Aufrunden und was drauflegen, bin selber Taxifahrer...

Sandra:  Ich bin Taxi-Fahrerin und es wundert mich wie generationsabhängig es doch ist, wer Trinkgeld gibt und wer nicht. Ich erwarte es von niemanden. Ich selber habe aber bevor ich selber Taxi fuhr immer so um die 5 Euro gegeben. Viele geben aber trotz Freundlichkeit, netten Gesprächen, Koffer in 3. Stock geschleppt keinen Cent. Das finde ich dann schon grenzwertig. Wir leben vom Mindestlohn. Es ist kein Muss, aber für solche Zusatzleistungen sollte schon mal nen Euro drin sein.

Angela:  Ich möchte gerne wissen, ob den Menschen bekannt ist, dass es sich um Schwarzgeld handelt? Eigentlich muss jedes Trinkgeld beim Finanzamt gemeldet werden. Macht aber keiner! Ich habe einen Kumpel der auf Sylt in einem angesagten Restaurant arbeitet und im Sommer bis zu 5.000€ Trinkgeld macht. Steuerfrei auf sein Netto-Gehalt. Ich finde, Trinkgeld überhaupt nicht gut.

Miriam aus Barmbek:  Ich arbeite seit 20 Jahren in der Gastro und wir bemerken, dass nicht nur das Trinkgeld immer schlechter wird, sondern auch, dass die Gäste immer mehr erwarten. Oft hat man das Gefühl, die Gäste denken, man „gehört“ Ihnen. Es fängt beim auseinander nehmen der Gerichte an... ohne dies dafür mit dem und ich esse kein Weizen, kein Laktose und und und... das ganze bitte schnell und ohne Aufpreis. Und dann noch die, die alles besser wissen... also zu dem Gericht passt diese Soße nicht! Aha dann bestell was anderes, die anderen Gäste mögen es so! Und dann wird noch alles mögliche extra und umsonst erwartet. Letztes Mal war die Portion Pommes größer, bringen Sie da nochmal was nach! Dabei sind nicht alle Gäste unfreundlich und es gibt viele die lieb sind aber am Ende wenn man ca 20 mal am Tisch stand, kommt die Rechnung und dann kann man drei Kreuze machen, wenn man überhaupt noch was bekommt. Ich finde das sehr schade. Wir geben uns echt Mühe und würden uns freuen wenn das auch honoriert wird. Allerdings, wenn alles doof gelaufen ist und der Service, sowie das Essen einfach schlecht waren, kann ich es absolut verstehen nichts zu geben. Aber wart ihr zufrieden, seid so lieb und plant das Trinkgeld bei eurem Besuch mit ein.

Anonym:  Ich gebe immer 10 Prozent von der Rechnung. Es sei denn, der Service war unfreundlich oder unfähig. Es wäre sehr schön, wenn jeder zwischen 5 und 10 Prozent Trinkgeld gibt... Das Kellnerleben ist nämlich nicht leicht. Und ich weiß das... da ich seit über 30 Jahren mit Leib und Seele In der Gastronomie arbeite.





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