Radio Hamburg

Über 320 Tote

Schweres Erdbeben zwischen Iran und Irak

Istanbul, 13.11.2017
Erdbeben Iran, Nordirak

Ein schweres Erdbeben erschüttert die Grenzregion zwischen dem Iran und Nordirak.

Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Unterstützung der Türkei für die Menschen in der Katastrophenregion angelaufen.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim teilte am Montag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit, ein erster Hilfskonvoi vor allem mit Medizin und Lebensmitteln sei auf den Weg gebracht worden. Die Türkei stehe an der Seite der Erdbebenopfer.

Anadolu meldete, ein Frachtflugzeug der Armee mit einem Hilfsteam aus Bergungsexperten und medizinischem Personal sei von der türkischen Hauptstadt Ankara aus ins irakische Süleymaniye in der Nähe des Epizentrums gestartet. Der türkische Rote Halbmond bringe außerdem Tausende Zelte und Decken in die Katastrophenregion.

Yildirim teilte weiter mir, auch in den südosttürkischen Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin, Batman, Siirt und Van sei das starke Beben zu spüren gewesen. Dort seien aber keine Todesopfer oder Schäden zu beklagen gewesen. Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf mehr als 320 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 328 Tote und 2530 Verletzte. 

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. Die abgelegene Bergregion ist relativ dünn besiedelt.

(dpa/aba)