Radio Hamburg

Wir räumen auf!

Die größten Mythen rund um Corona

Corona in Italien

Mit einer Pandemie kommt auch viel Panik, durch die dann recht verrückte Mythen entstehen. Wir klären eine Corona-Mythen auf. 

Durchfall. Spezial-Seife. Kontaminierte Pakete aus China. Was das Coronavirus angeht, geistern bereits so einige Mythen rund um die Erkrankung durchs Netz und verbreiten sich so wie ein Lauffeuer. Doch wie viel Wahrheit steckt eigentlich dahinter, wenn man sagt, dass sich Tiere beispielsweise nicht anstecken können? Oder wie siehts mit den Symptomen aus? Welche sind nun "echt" und welche schlicht und ergreifend erfunden? Wir klären auf!

Mythos oder Wahrheit? 

Mythen gab es schon immer. Immerhin begeistert die Griechische Mythologie bereits seit Jahren die Menschen und zieht sie in ihren Bann. Doch mit Mythen rund um eine Krankheit sollten man schnell aufräumen, denn sonst wird man ganz schnell paranoid. 

Corona-Mythen im Check

Eine Pneumokokkenimpfung schützt einen vor dem Virus

Falsch. Es ist nicht so, dass einen die Impfung gegen Pneumokokken immun gegen das Coronavirus macht. Sie hilft nur angeschlagenen oder älteren Menschen, dass eine Pneumokokken-Infektion nicht auftritt, da sie im Zusammenspiel mit Corona besonders gefährlich ist. Ein Impfstoff gegen Corona wird noch entwickelt. 





Die Wetterverhältnisse spielen bei dem Virus keine Rolle

Nicht so gang. Immerhin ist bekannt, dass die Bakterien keine Wärme mögen. Heißt, je wärmer es irgendwo ist, desto geringer ist die Chance einer Ausbreitung.





Pakete, die aus China kommen, sind verseucht

Falsch. Denn die Bakterien überleben laut mehrerer Analysen der WHO nicht lange auf einem Briefumschlag oder in Kartons. 





Antibiotika helfen gegen eine Infizierung

Falsch. Zwar wünschen wir uns alle ein Mittel, das uns gegen die Infizierung mit dem Coronavirus schützt, doch auch Antibiotika helfen da nicht. Sie wirken gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Corona ist, wie der Name es bereits aussagt, ein Virus. Wird man als Infizierter mit Antibiotika behandelt, dann aus dem Grund, um bakterielle Co-Infektionen zu bekämpfen. 





Zwiebeln zu essen schützt einen vor dem Virus

Nicht wirklich. Denn obwohl Zwiebeln antimikrobiell sind, gibt es keine Hinweise darauf, dass sie einen davor bewahren, an dem Virus zu erkranken. 





Nur Spezial-Seife hilft gegen das Virus

Nein. Jede normale Seife hilft bei gründlichem Händewaschen (20-30 Sekunden) gegen die Viren. 





Tiere kann man nicht anstecken

Das steht bisher noch nicht so genau fest. Immerhin stecken sich Hunde auch bei ihren Besitzern an, wenn diese eine normale Erkältung haben oder andere grippeartige Krankheiten. Genaue Hinweise darauf gibt es zwar nicht. Doch das Virus soll in Wuhan zunächst bei Fledermäusen entdeckt worden sein, von wo aus es dann durch ein weiteres Säugetier an den Menschen gelang. 





Warme Getränke töten die Viren in der Mundhöhle ab

Falsch. Das Gerücht kursiert seit einiger Zeit, stimmt aber nicht. Ist das Virus einmal in den Körper gelangt, kann man es auch nicht mit einer Flüssigkeit wieder rausspülen. Die Viren mögen zwar keine Wärme, doch in der Mundhöhle angelangt, haben sie sich bereits verteilt. 





Sich mit Alkohol oder Chlor einzusprühen hilft beim Bekämpfen des Virus

Nein. Chlor und Alkohol können beide genutzt werden, um Oberflächen zu desinfizieren. Doch auf der Haut oder der Kleidung sind beide Stoffe eher schädlich, als dass sie helfen.