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Radio Hamburg

Arbeiten in Schweden

Sechs statt acht Stunden arbeiten. Reicht das?

Schweden, 14.11.2017
Heizungsmonteur bei der Arbeit

Ob das Modell in allen Arbeitsbereichen funktioniert, ist natürlich fraglich. 

In Schweden wurden bei gleichbleibendem Verdienst in einigen Arbeitsbereichen die Arbeitszeit um zwei Stunden verringert. Kann das funktionieren?

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob der Arbeitsalltag, wie wir ihn kennen, nicht der Vergangenheit angehören sollte. Gleitzeit, Homeoffice, immer häufiger finden sich Arbeitnehmer in zeitlich ungeregelten Arbeitsverhältnissen wieder. Sonntag arbeiten, dafür Dienstag zu Hause bleiben und Freitags dann die Frühschicht übernehmen, dafür am Montag dann zwei Stunden später ins Büro kommen. Man merkt, wir haben es mit einem Dschungel aus Begrifflichkeiten, Regelungen und Einstellungen zu tun. 

Schweden zeigt sich experimentierfreudig

Laut der Tageszeitung habe man sich in Schweden bereits daran versucht, im Uni-Krankenhaus in Göteborg den Arbeitstag auf sechs Stunden zu kürzen. Diesen Schritt habe man sich von einem hiesigen Autohaus abgeschaut, die damit wohl seit mehreren Jahren schon eine gute Schiene fahren. Man habe im ersten Schritt zwar mit höheren Ausgaben zu rechnen, welche sich aber langfristig dadurch wett machen, dass die Angestellten weniger krank sind und konzentrierter und effizienter bei der Arbeit sind. Es wurde sogar davon berichtet, dass einige Arbeiter produktiver waren und mehr geschafft haben, als zuvor. 

Auch in Hamburg vorstellbar?

Was denkt ihr darüber? Ist in sechs Stunden genau so viel zu schaffen wie in acht Stunden? Ist man vielleicht wirklich konzentrierter, ausgeglichener und dadurch aktiver bei der Sache?

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